Tödliche Attacke auf Niklas P. in Bad Godesberg

Tatverdächtiger ist wieder auf freiem Fuß

Das Rondell an der Rheinallee ist zur Gedenkstätte für Niklas P. geworden.

Das Rondell an der Rheinallee ist zur Gedenkstätte für Niklas P. geworden.

Bad Godesberg. Nach einer Haftbeschwerde des Anwalts lässt ein Richter den jungen Mann, der an der Attacke beteiligt gewesen sein soll, wieder frei. Der Verdacht des gemeinschaftlichen Totschlags habe sich nicht erhärtet.

Im Fall Niklas P. gibt es eine neue Wendung: Der 21-Jährige, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll, ist auf freien Fuß gesetzt worden. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender auf Anfrage des General-Anzeigers.

Wie berichtet, wurde zunächst der mutmaßliche Haupttäter Walid S. festgenommen, der den 17-jährigen Niklas P. mit einem Schlag und einem Tritt gegen den Kopf getötet haben soll. Am 20. Juni dann die nächste Festnahme: Dieses Mal war es ein 21-Jähriger. Er soll derjenige sein, der am Tattag eine weiße Hose und einen weißen Pullover trug. Der Vorwurf lautete auf gemeinschaftlichen Totschlag.

Dieser Verdacht erhärtete sich anscheinend nicht. Nach Auskunft von Faßbender hatte der Anwalt des 21-Jährigen Haftbeschwerde eingelegt. Ein Richter ließ den 21-Jährigen wieder frei. Aufgrund von Erkenntnissen, die sich nach dem Erlass des Haftbefehls ergeben hatten, sah der Richter "den dringenden Tatverdacht wegen gemeinschaftlichen Totschlags als nicht mehr gegeben an", so Faßbender.

Das heiße aber nicht, dass der Verdächtige nicht am Tatort gewesen sei. Es bedeute, dass der Vorwurf gegen ihn "nur" noch Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei laute. Damit seien keine Haftgründe mehr gegeben.