An der Sebastianstraße

Stele weicht den neuen Plänen

Eine gelbe Stele am Paulusheim.

Eine gelbe Stele am Paulusheim.

Endenich. Neue Eigentümer suchen anderen Platz für die gelbe Säule vor dem ehemaligen Paulusheim.

Was wird aus der Kunst am Paulusheim, hatte die SPD-Bezirksfraktion vor einigen Wochen gefragt. Konkret ging es um die vier gelben Stelen, die seit 1995 an der Sebastianstraße stehen.

Jetzt ist die Antwort der Stadtverwaltung da. Die Endenicher werden sich weiter an dem Skulpturenprojekt des Kölner Künstlers Lutz Fritsch erfreuen können. Wie die Stadt nun mitteilte, kann allerdings die Stele vor dem ehemaligen Paulusheim dort nicht stehen bleiben, sondern wird in Abstimmung mit dem Künstler an einen anderen Standort versetzt, und zwar im Bereich des dortigen Quartiersplatzes.

Die Eigentümer des ehemaligen Paulusheims, die das Haus samt Gelände 2014 gekauft haben, stehen dazu sowohl im Kontakt mit dem Künstler als auch mit den Stiftern des Kunstwerks, um den neuen Standort abschließend festzulegen, heißt es aus dem Planungsamt.

Das Kunstwerk nennt sich"Vorgang - Zustand" und besteht aus vier gelben Stelen, die vor dem Schumannhaus, dem ehemaligen Paulusheim und an der Sebastianstraße 189 angeordnet sind und eine visuell erfahrbare Platzsituation erzeugen. "Die Säulen sollen die Häuser über die Straße hinweg verbinden."

Auch nach dem Stein, der im Eingangsbereich des früheren Paulusheims aufgestellt ist, hat sich die SPD erkundigt. Mit mäßigem Erfolg. Die Vermutung, dass er ein Hinweis auf die Geschichte des früheren Gebäudes sei, konnte die Stadt nicht verifizieren.

Dazu gebe es in den Akten keine Hinweise. Auch im Zuge der Prüfung als Denkmal 1989 sei besagter Stein nicht erwähnt worden, sodass die Stadt glaubt: "Es handelt sich um eine nicht mehr zuzuordnende Spolie, weshalb der Stein allein auch nicht die Kriterien eines Denkmals erfüllt."

Das Gebäude des Paulusheims erfüllt laut der Prüfung im Jahr 1989 ebenfalls nicht die Kriterien des Denkmalschutzes. Gleichwohl wollen die neuen Eigentümer klären, ob der Stein in die Grünanlagenplanung integriert werden kann, berichtet die Stadt. (kf)