Christkönig-Kirche am Kaiser-Karl-Ring

Steine fallen vom Turm

Eingerüstet: Der Turm der Christ-König-Kirche am Kaiser-Karl-Ring.

BONN-CASTELL. Kindskopfgroße Steine haben sich vom Turm der Christkönig-Kirche am Kaiser-Karl-Ring gelöst. Der Hausherr, die Pius-Bruderschaft ließ daraufhin umgehend das Areal rund um den Turm sperren und schaltete ihren Architekten Konrad Fischer ein, der vor wenigen Jahren das Dach des Kirchenschiffs erneuert hatte.

Fischer begutachtete jetzt mit Vertretern der Stadt Bonn die Schäden am Turm. "Die Sanierung wird sicherlich mehrere hunderttausend Euro kosten", ist der Experte überzeugt. Allerdings seien noch weitere eingehende Untersuchungen erforderlich, bevor man mit den Arbeiten beginnen könne. Als Ursache nannte der Architekt Feuchtigkeit, die den Natursteinen zugesetzt habe.

Bei der 1885 erbauten Kirche handelt es sich um die ehemaligen Kapelle der Rheinischen Landeskliniken. 1986 wurde dort das Priorat Christkönig eröffnet. Bei der Sanierung des Gotteshauses zwischen 1989 und 1992 wurde das Innere wieder im klassizistischen Stil erneuert. Im Zentrum steht ein neugotischer Hochaltar mit dazugehöriger Kommunionbank, beides aus weißem Stein.

Die Fenster der Apsis weisen in ihrer Mitte eine Christ-Königs-Darstellung auf. Der Glockenturm besitzt drei neu gegossene Glocken. Die werden bis zur Beendigung der Sanierungsarbeiten stumm bleiben müssen, bedauerte Pater Michael Weigel. Allerdings sei der Gottesdienst nicht von der Turmsperrung tangiert. Er finde wie gewohnt statt.