Ausländer in Bonn

Stadtrat beschließt eine Einbürgerungskampagne

BONN. Spätestens im nächsten Jahr sollen sich auch in Bonn noch mehr Ausländer einbürgern lassen. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen und die Verwaltung beauftragt zu prüfen, wie eine entsprechende Einbürgerungskampagne realisiert werden kann.

Das Motto zumindest ist klar, wie aus dem Beschluss hervorgeht, und lautet: "Der deutsche Pass hat viele Gesichter". Angeregt hat das Ganze der Integrationsrat, und dem soll die Verwaltung auch das Ergebnis der Prüfung mitteilen, damit gegebenenfalls noch Haushaltsmittel für 2013/'14 bereitgestellt werden können.

Die Anregung des Integrationsrates greift das Beispiel einiger deutscher Städte auf, die entsprechende Kampagnen ausgerichtet haben. Ihr Ziel ist die Erhöhung der Einbürgerungszahlen, denn nur durch die gesellschaftliche Partizipation sei "Integration und Inklusion" möglich.

Und politische Mitsprache sei nur denjenigen vollständig gewährt, die über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügten. Diese Kampagne sei also nötig, um einerseits die Mitsprache- und Teilhabechancen der in Bonn lebenden Ausländer zu erhöhen und andererseits ein Zeichen zu setzen und zu signalisieren: Sie sind in Bonn willkommen.

Das Konzept für die Kampagne soll enthalten: Informationsveranstaltungen an Schulen, Bildungseinrichtungen und Vereinen, außerdem Plakate für öffentliche Werbung. Und: Der Oberbürgermeister soll alle in Bonn lebenden Ausländer anschreiben und informieren. Außerdem sollen Integrationslotsen als Einbürgerungslotsen dienen.

Dem Integrationsrat zufolge wurden solche Kampagnen in einigen deutschen Großstädten bereits erfolgreich durchgeführt und zeigten auch in kleineren Städten Wirkung.