Bezirksvertretungen fordern

Stadt soll Beleuchtung für Radweg an der L261 finanzieren

Der Radweg entlang der Reichsstraße: Politiker bemängeln den schlechten Zustand schon seit Jahren.

Der Radweg entlang der Reichsstraße: Politiker bemängeln den schlechten Zustand schon seit Jahren.

Röttgen/Lengsdorf. Die Bezirksvertretungen Bonn und Hardtberg haben die Stadt Bonn aufgefordert, für eine bessere Beleuchtung des Radwegs an der Reichsstraße (L261) zwischen Lengsdorf und Röttgen zu sorgen. Zudem erwarten sie eine bessere Pflege der Trasse.

Ob ein Schulterschluss auch doppelten Druck erzeugt, wird sich zeigen: Die Bezirksvertretungen Hardtberg und Bonn machen sich einstimmig dafür stark, dass der Radweg von Röttgen nach Lengsdorf entlang der Reichsstraße regelmäßig gepflegt wird. Außerdem soll die Verwaltung einen Vorschlag für die Beleuchtung der Strecke unterbreiten.

Dass beide Bezirksvertretungen am Thema wirken, erklärt sich aus der Zuständigkeit. Für das Lengsdorfer Gebiet ist es Hardtberg, für das Röttgener Bonn. Gemeinsames Ziel ist, ein Dauerärgernis aus der Welt zu schaffen. Der marode Radweg soll saniert und gekehrt, die wuchernden Büsche sollen gestutzt werden. Bereits vor gut anderthalb Jahren monierte die SPD den schlechten Zustand des Radwegs und wies auf Gefahren für die Nutzer hin. Zuständig für die L 261 und die parallel verlaufende Radstrecke ist der Landesbetrieb Straßen NRW. Also beauftragte der Hauptausschuss die Verwaltung im Juni 2017, entsprechende Gespräche zu führen. Eine wirkliche Verbesserung des Zustands blieb jedoch aus Sicht der Politiker aus.

Auf SPD-Anfrage verwies Straßen NRW schließlich im August 2018 auf das „Leistungsheft“ , das den Turnus für Maßnahmen festlegt. Danach werden Rad- und Gehwege einmal pro Jahr gekehrt, zweimal Bankette gemäht und alle fünf Jahre die Gehölze geschnitten. „Lediglich dieser Minimalumfang“ werde durch den Straßeneigentümer Bund und Land finanziert sowie punktuelle Einsätze, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Damit war klar, der Landesbetrieb würde keinen Handschlag mehr machen. Auch in Sachen Beleuchtung war die Antwort abschlägig: nicht zuständig.

Dann muss die Stadt die ergänzenden Pflegemaßnahmen und die Finanzierung der Beleuchtung übernehmen, befanden die Politiker. Beschließen können die Bezirksverordneten in dieser Sache nicht, aber anregen: Die Verwaltung soll prüfen, wie die regelmäßige Pflege des Radwegs sichergestellt werden kann. Darüber hinaus soll dargestellt werden, wer bei einem Unfall wegen mangelnder Verkehrssicherheit auf der Strecke haftet.