Flüchtlingsunterkünfte in Bonn

Stadt kann Container oder Leichtbauhäuser kaufen

Der Hauptausschuss gibt am Donnerstagabend grünes Licht: Die Stadt Bonn kann mit dem Ankauf von Container- oder Leichtbauwohnanlagen starten.

Der Hauptausschuss gibt am Donnerstagabend grünes Licht: Die Stadt Bonn kann mit dem Ankauf von Container- oder Leichtbauwohnanlagen starten.

Bonn. Der Hauptausschuss hat am Donnerstagabend grünes Licht gegeben für die Errichtung an den Standorten Reuterpark, Am Herz-Jesu-Kloster, Rheinweg Süd und an der Siegburger Straße auf der Fläche des Wohn- und Technologieparks an der A 59.

Die Stadt kann den Ankauf von Container- oder Leichtbauwohnanlagen für Flüchtlinge in die Wege leiten. Der Hauptausschuss hat gestern Abend grünes Licht gegeben für die Errichtung an den Standorten Reuterpark, Am Herz-Jesu-Kloster, Rheinweg Süd und an der Siegburger Straße auf der Fläche des Wohn- und Technologieparks an der A 59. Dort will die Stadt, die ab Ostern mit der Zuweisung neuer Flüchtlinge rechnet und dringend entsprechenden Wohnraum braucht, insgesamt 950 Menschen unterbringen.

Temporäre Unterkünfte

Eine Prioritätenliste, die von Stadtverwaltung für eine Eilentscheidung ausgearbeitet worden war, wurde in einigen Punkten im Hauptausschuss verändert: An vier weiteren Standorten kann die Verwaltung nun Flächen für temporäre Unterkünfte planen, an der südlichen Hammstraße (Geislar), nordwestlich des Mendener Wegs (Vilich-Müldorf) und an der Gerhart-Hauptmann-Straße (Dransdorf). Der vierte Standort, ein Gelände am Heizkraft Süd in Dottendorf, wurde von der Koalition in der Prioritätenliste nach oben gesetzt. Damit rutschen der Wohnpark II am Hangelarer Weg (Vilich-Müldorf) und ein Grundstück an Riemann- und Fahrenheitstraße (Brüser Berg) in der Reihenfolge vorerst nach unten.

Die Beueler Bezirksvertretung soll nach Beratung in ihrer nächsten Sitzung eine Fläche der Wohnpark-Areale nachnominieren, die Hardtberger Bezirksvertretung entsprechend eine Fläche aus ihrem Bereich. Damit kommt der Ausschuss einigen Kommunalpolitikern entgegen, die kritisiert hatten, dass sie vor vollendete Tatsachen gestellt würden.

Zeitnahe Bürgerinformation

Die SPD machte sich in einem eigenen Antrag erfolgreich für eine zeitnahe Bürgerinformation stark, sobald die näheren Planungen vorliegen. Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs solle der Rat außerdem nach Möglichkeit in seiner nächsten Sitzung am 7. April die Prioritätenliste beschließen, allerdings wurde das einstimmig nur unter der Prämisse beschlossen, dass die örtlichen Gremien zuvor über die möglichen Standorte in eigenen Sitzungen debattieren können.