Meßdorfer Feld

Stadt beziffert die Kosten für die Wegweiser auf 153.000 Euro

LESSENICH. Die Bodenplatten, die auf den Wegen im Meßdorfer Feld im Zuge des "Grünen C" eingebaut wurden, beschäftigen weiterhin die Bürger. Wie sonst ist zu erklären, dass gleich mehrere Hinweise die Redaktion erreichten, wonach an den Wegweisern wieder gearbeitet wurde, auch über das Wochenende hinweg.

So sei nahe der Weißen Brücke, am Abzweig in Richtung Duisdorf, eine zusätzliche Wegweiser-Platte eingebaut worden. "Und danach ist der Fußweg nur sehr provisorisch asphaltiert worden", sagte eine Spaziergängerin. Diese Arbeiten waren gestern zwar schon wieder beendet, allerdings fand sich am Burgweg in Lessenich ein weiterer Hinweis darauf, dass nach wie vor an einigen Platten nachgebessert wird.

Dort standen auch gestern noch vier Hütchen, um zu verhindern, dass Autos über die Bodenplatte fahren können. Diese ist noch mit einer gelben Folie an den Außenrändern versehen. Was man allerdings vermisst, ist der Richtungspfeil, der ansonsten bei den anderen Bodenplatten durchweg zur Standardausstattung gehört.

Auf Nachfrage des GA versuchte die Stadt Bonn gestern die Umstände zu klären, schaffte dies jedoch aufgrund der Kürze der Zeit nicht, sagte eine Sprecherin des Presseamtes. Auch nicht zu den Kosten der Bodenplatten.

Diese sind nach Informationen, die GA-Leser Martin Kremser erhalten hat, nicht von Pappe. Er hatte die Verwaltung angeschrieben, weil er sich über die "unnützen Betonblöcke" geärgert hatte. Antwort der Stadt: Diese Wegweiser mit Richtungs- und Ortsangaben, die in die Wege eingelassen wurden, haben genau 153.837,64 Euro gekostet. Um wie viele Blöcke es sich handelt, konnte das Presseamt nicht sagen.

Die Wegweiser stoßen auf viel Unverständnis, seit sie verlegt worden sind. Bürger beklagten Geldverschwendung, sprachen von einer unnötigen Maßnahme. Der Landschaftsarchitekt Norbert Kloeters, der das Konzept entwickelt hatte, verteidigte diese "Zeichen", die den Weg des "Grünen C" erst nachvollziehbar machen.

Wo die Platten falsch eingebaut waren und Pfeile in die falsche Richtung wiesen, wurden sie verändert. Doch bis heute stehen manche Platten nach oben und können zu Stolperfallen werden.