Kindersommerkirche in Bonn

Spaß mit Freddy und Ignatius

Pater Ralph Kirscht und seine Frau Katja erwecken Freddy Fledermaus und Erzwurm Ignatius van der Kanzel zum Leben.

Pater Ralph Kirscht und seine Frau Katja erwecken Freddy Fledermaus und Erzwurm Ignatius van der Kanzel zum Leben.

BONN. "Komm, sag es allen weiter" - mit der deutschen Adaption des afroamerikanischen Spirituals "Go tell it on the Mountain" begann Ralph Kirscht den Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Namen-Jesu-Kirche. Und der war kein gewöhnlicher, sondern die zweite Ausgabe der Kindersommerkirche in diesem Jahr.

"Das ist unsere Alternative zu den Gottesdiensten in Sankt Cyprian, die dort während der Sommerferien nicht stattfinden", erläutert Katja Kirscht vor dem Gottesdienst. "Das Besondere an der 2012 erstmalig veranstalteten Kindersommerkirche ist auch, dass wir hier in der Innenstadt neben Gemeindemitgliedern auch viele Gottesdienstbesucher anderer Konfessionen begrüßen dürfen." Die Leiterin des Kindergartens Sankt Cyprian organisiert die Sommerkirche gemeinsam mit ihrem Mann Ralph, der als ehrenamtlicher Priester für die altkatholische Gemeinde tätig ist.

Sehr entspannt und ungezwungen ist die Atmosphäre in dem zwischen 1686 und 1717 errichteten und bis 2012 renovierten nachgotischen Kirchenbau: Viele junge Familien haben den Weg in die Bonngasse gefunden; direkt nach der eingangs erwähnten musikalischen Begrüßung ruft Kirscht die Kinder nach vorne, wo sie vor dem Altar auf Turnmatten Platz nehmen.

So sind die kleinen Gottesdienstbesucher den zwei weiteren Protagonisten des Gottesdienstes ganz nah: Freddy Fledermaus und Erzwurm Ignatius van der Kanzel. Gemeinsam mit "Pater Ralph" bringen die beiden von Katja Kirscht gespielten Handpuppen den Kindern die Details des Kirchenbaus näher. "Beim letzten Mal haben wir ja schon etwas über die Kanzel erfahren und jetzt wollen wir uns einmal die restliche Kirche genauer ansehen", erklärt der Priester.

"Die Figuren wissen eigentlich immer alles besser", erläutert die Hobbypuppenspielerin: "Freddy ist eher so ein Angebertyp, der mit seinem charmanten italienischen Akzent so tut, als ob er alles wisse. Ignatius ist der Intellektuelle, der gemeinsam mit Pater Ralph die Tatsachen zurechtrückt." Aus den Dialogen der drei erfahren die Kids viel Wissenswertes über die Kirche." Ganz vorne sitzen auch Jörg und Ruth Petermann, die mit Sohn Felix und Tochter Delia zur Sommerkirche gekommen sind. "Ich fand das super beim letzten Mal und bin richtig neugierig", freut sich der Siebenjährige auf den Gottesdienst und seine fünfjährige Schwester nickt begeistert. Im Anschluss an den Gottesdienst ging es noch zu einem netten Beisammensein bei Getränken und Brezeln in den Innenhof der Kirche.

Vier Mal im Jahr findet die Kindersommerkirche in der Namen-Jesu-Kirche statt; die nächsten Termine sind der 23. August und der 20. September jeweils um 11.30 Uhr. Weitere Infos findet man im Netz unter www.sankt-cyprian.de.