"Alle-mal-malen-Mann"

Sozialliberale wollen Straße nach Jan Loh benennen

Jan Loh im Jahr 2015 am Biergarten "Alter Zoll". Täglich drehte er seine Runde durch die Bonner Kneipen und Biergärten.

Die Bonner Sozialliberalen wollen eine Straße nach dem "Alle-mal-malen-Mann" Jan Loh bennen.

Bonn. Nachdem am Montag der Tod des "Alle-mal-malen-Manns" bekannt wurde, haben die Sozialliberalen einen Antrag zur Benennung einer Straße nach dem Bonner Original gestellt.

Am Montag gab es die traurige Gewissheit: Jan Loh, der "Alle-mal-malen-Mann" aus Bonn, ist am vergangenen Donnerstag verstorben. Nicht nur die Bonner Bürger, auch Lokalpolitiker haben ihre Trauer über den Tod des Bonner Originals geäußert. Noch am Montag stellten die Sozialliberalen im Bonner Stadtrat zudem einen Antrag, einer Straße nach dem "Alle-mal-malen-Mann" zu bennen.

In dem Antrag heißt es wörtlich: "Die Verwaltung wird gebeten, eine Straße nach dem verstorbenen "Bonner Original" Jan Loh ("Alle mal malen Mann") zu benennen. Sollte dies nicht möglich sein, wird er in die Benennungsliste des Rates für die Benennung städtischer Straßen, Wege und Plätze aufgenommen."

Als Begründung führen die Antragsteller an, dass Jan Loh in der Bonner Kneipenszene "eine Berühmtheit" gewesen sei. "Abend für Abend" sei er "durch Bonner Kneipen und Cafés gezogen" und habe für kleines Geld die Menschen skizziert, ihre Handschriften und Träume gedeutet und ihre Gesichter analysiert.

Über den Antrag soll nun die Bezirksvertretung Bonn in ihrer Sitzung am 10. April beraten, eine Entscheidung könnte der Hauptausschuss des Bonner Stadtrats dann bei seiner Sitzung am 26. April treffen. Die Stadt Bonn wies auf Anfrage darauf hin, dass eine Straßenbenennung nach Persönlichkeiten frühestens nach Ablauf eines Jahres nach deren Todestag vorgenommen werden kann.