Partielle Mondfinsternis in Bonn

So stehen die Chancen auf gute Sicht auf den Mond

Der Mond wird am 16. Juli zu rund 65 Prozent in den Kernschatten eintauchen.

In der Nacht zu Mittwoch schiebt sich der Mond erneut in den Erdschatten.

Bonn. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schiebt sich der Mond in den Schatten der Erde. Dieses Mal bedeckt dieser die Mondoberfläche aber nur teilweise. An diesen Plätzen in Bonn und der Region gibt es die beste Sicht.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, genau 50 Jahre nachdem die Mannschaft der Apollo 11 am 16. Juli 1969 zum Mond aufgebrochen ist, ereignet sich wieder eine partielle Mondfinsternis. Dann schiebt sich der Mond erneut in den Erdschatten, der dieses Mal aber nur teilweise die Mondoberfläche verdeckt. Doch anders als bei der letzten Mondfinsternis im vergangenen Januar soll dieses Mal auch die Internationale Raumstation ISS zu sehen sein, so das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Auch in Bonn soll die partielle Mondfinsternis zu sehen sein. Zwar ist der Süden Deutschlands in der Sicht etwas begünstigt, weil der Mond hier doppelt so hoch steht wie im Norden Deutschlands. Trotzdem ist die Mondfinsternis laut DLR in ganz Deutschland zu sehen – vorausgesetzt, man hat klare Sicht. Und das ist laut Michael Klein vom Bonner Wetterportal donnerwetter.de der Fall: "Die Chancen sind ganz gut", sagt Klein. Der am Dienstag tagsüber noch so bewölkte Himmel soll zum Abend hin aufbrechen. Im Norden von Nordrhein-Westfalen sieht die Lage laut Klein allerdings anders aus, denn hierhin ziehen die Wolken dann.

Laut Finsternis-Karte geht der Mond in Bonn um 21.32 Uhr auf, um 22.01 Uhr beginnt die partielle Finsternis und um 23.30 Uhr ist dann die maximale Verdunklung erreicht. Besonders gut zu sehen ist der Mond laut DLR, wenn er ab der Mitte der Finsternis kupferrot leuchtet. Die Farbe liege daran, dass das langwellige rote Licht der Sonnenstrahlen in der irdischen Atmosphäre gebrochen und in Richtung der Oberfläche des Mondes gelenkt wird. Die Internationale Raumstation ISS soll kurz nach 23 Uhr als Lichtpunkt oberhalb des Mondes zu sehen sein.

Das DLR rät dazu, sich einen geeigneten Beobachtungsplatz zu suchen, von dem aus man in südöstlicher Richtung einen freien Blick hat. Künstliche Lichtquellen stören die Sicht, besonders gut ist die Finsternis mithilfe eines Fernglases oder kleinen Teleskops zu sehen. Die Sternwarte Siebengebirge beobachtet die Aktion öffentlich vom Drachenfels-Plateau aus und informiert auch über die Apollo 11.

Weitere Tipps für Aussichtsplätze gibt es hier:

 

Gegen 2 Uhr nachts ist das Schauspiel dann vorbei. Die nächste Mondfinsternis soll nach Angaben des DLR erst in rund drei Jahren zu sehen sein.