Neues Angebot

So funktioniert das Parken per Handy in Bonn

In Bonn kann das Parkticket bald mit dem Handy bezahlt werden.

In Bonn kann das Parkticket bald mit dem Handy bezahlt werden.

Bonn. Ab Montag gilt in Bonn ein neues Angebot an den Parkautomaten. Statt mit Kleingeld kann dann auch mit dem Smartphone gezahlt werden.

Gebühren auf städtischen Parkplätzen können ab kommenden Montag per Smartphone bezahlt werden. Das neue Angebot setzt die Stadt mit dem Verein Smartparking um. Statt einer zentralen App haben Autofahrer bei diesem Mehrbetreibermodell die Wahl zwischen sieben Anbietern, über die Parkgebühren per Mobiltelefon bezahlt werden können.

Die rund 120 Parkscheinautomaten für etwa 2200 Parkplätze im Stadtgebiet bekommen entsprechende Aufkleber mit Informationen zum Handy-Parken. Die städtischen Mitarbeiter des Verkehrsaußendienstes erkennen durch einen Abgleich des Kennzeichens mit einem zentralen Online-System, ob die Gebühr bezahlt ist.

Zur Auswahl stehen die Apps der Anbieter Deutsche Telekom/T-Systems (Park&Joy), Easypark, ParkNow, Stadtraum (Mobilet), Sunhill (Travipay), TrafficPass (ParkMe) und Yellowbrick. Natürlich können Autofahrer weiterhin bar am Parkscheinautomaten zahlen. Die Höhe der Parkgebühren bleibt unverändert. Für das Handy-Parken wird allerdings ein Service-Zuschlag erhoben, der je nach Anbieter unterschiedlich ist, wie die Stadt berichtet. Laut Informationen der Anbieter liegen sie – soweit online einsehbar – zwischen 10 und 25 Cent pro Parkvorgang. Die Anbieter werben zudem mit Zusatzfunktionen, wie etwa der Ortung des geparkten Autos oder Hinweise auf Parkmöglichkeiten. Autofahrer sollten die verfügbaren Apps also vergleichen und die für sie passende selbst auswählen.

Offenes Modell statt Insellösung

Die Stadt Bonn habe sich damit gegen eine exklusive Insellösung und für ein offenes Modell entschieden, erklärt Philipp Zimmermann, stellvertretender Geschäftsführer bei Smartparking. "Wir haben der Stadt bei der Einführung geholfen und sind beim Thema bargeldloses Parken Ansprechpartner für die Kommunen", so Zimmermann. Die Vielfalt der App-Anbieter, zwischen denen die Nutzer wählen müssen, bringe Vorteile mit sich. So könnten Autofahrer die Anbieter auch in anderen Städten nutzen. Andere Kommunen böten dagegen etwa Lösungen ab, die nur vor Ort funktionierten. Es handele sich bei der Initiative Smartparking um eine offene, technische Plattform für App-Anbieter für Parklösungen, sagte Stadtsprecher Marc Hoffmann auf Nachfrage. Die Kooperation mit der Initiative sei für die Stadt zudem kostenlos.

Wer das Angebot in Anspruch nehmen will, startet den Parkvorgang in der jeweiligen App mit einem Anruf oder einer SMS und die Parkgebühr wird bargeldlos geleistet. Auf die gleiche Weise kann auch die Nachbuchung von Parkzeit erfolgen, ohne dass der Autofahrer wieder zurück an den Parkscheinautomaten muss. Eine Überzahlung sei somit ausgeschlossen, und eine Verwarnung aufgrund von Zeitüberschreitung müsse ebenfalls nicht gefürchtet werden.

Weitere Informationen zu den App-Anbietern listet die Plattform Smartparking ab Montag auf ihrer Internetseite auf.