Zwischenbilanz

Schon mehr als 500.000 Besucher in Bonner Freibädern

Römerbad in Bonn

Das Bonner Römerbad.

BONN. In zwei Wochen endet der Badespaß in den Bonner Freibädern. Schon jetzt wurde die Besucherzahl aus dem vergangenen Jahr deutlich übertroffen.

Einer der ersten längeren Regengüsse über Bonn konnte am Donnerstag die Zwischenbilanz der Freibadsaison nicht mehr mit einem Schönheitsfehler trüben. Die Freibäder in Bonn hätten bereits die 500.000er-Marke geknackt, sagte Stefanie Zießnitz aus dem städtischen Presseamt. In der gesamten Saison des letzten Jahres habe es rund 110.000 Besucher weniger gegeben. „Diese hohen Besucherzahlen sind für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Kraftakt“, sagte Zießnitz. Sie seien seit Mai ununterbrochen im Einsatz.

Die meisten Gäste verzeichnete seit Mitte/Ende Mai das Römerbad (105.964 Besucher), gefolgt vom Ennertbad (95.350), dem Freibad in Rüngsdorf (84.077) und dem Melbbad (80.905). Ins Hardtbergbad gingen bislang 71.347, ins Freibad Friesdorf 48.176 Badegäste. Die Bäder hatten die Saison leicht zeitversetzt begonnen. Elke Palm, stellvertretende Leiterin des Sport- und Bäderamtes, lobte bei der Gelegenheit Einsatz und Engagement der 50 fest angestellten Mitarbeiter und 160 Aushilfen.

Hardtbergbad verlängert bei schönem Wetter

Die sechs Freibäder haben noch bis zum 2. September geöffnet. Bei anhaltend schönem Wetter plant die Stadt, die Freibadsaison im Hardtbergbad zu verlängern. Ab Montag, 3. September, beginnt die Hallenbadsaison im Hardtbergbad, im Frankenbad und in der Beueler Bütt. Die Traglufthalle im Freibad Friesdorf wird ab 17. September zum Einsatz kommen, in den beiden Wochen davor wird das Bad umgerüstet.

Mit Blick auf das Frankenbad appellierte die Initiative "Frankenbad-Freunde" am Donnerstag an die Bezirksvertretung Bonn, die dringende Dachsanierung sowie Informationen über den dafür erforderlichen Kostenrahmen einzufordern. Die aktuelle Situation dürfe nicht dazu führen, dass in das "bereits marode Baudenkmal Frankenbad weiterhin nichts investiert und notwendige Instandsetzungsmaßnahmen unterlassen werden". Unterdessen verdeutlicht die Stadtverwaltung, dass das Frankenbad auch in der kommenden Hallenbadsaison zum Schulschwimmen genutzt wird.

"Die Technik ist zwar veraltet, aber voll funktionsfähig, sodass das Bad zurzeit vollständig betriebsbereit ist", erklärt das Städtische Gebäudemanagement (SGB), ergänzt aber: "Wie lange eine störungsfreie Funktion der Technik gegeben ist, kann aufgrund ihres Alters und ihres Abnutzungsgrades nicht vorhergesehen werden." Vor diesem Hintergrund, so das SGB auf Anfrage, sei eine belastbare Einschätzung, welche Investitionen in welcher Höhe nötig wären, nicht möglich.

(mit Inhalten von dpa)