Mutmaßlicher Hauptlieferant festgenommen

Schlag gegen den Drogenhandel in Bonn-Tannenbusch

Die gestellte Szene zeigt zwei Männer bei der Übergabe eines Tütchen Marihuanas.

Die gestellte Szene zeigt zwei Männer bei der Übergabe eines Tütchen Marihuanas.

Bonn. Der Polizei ist ein Schlag gegen die Bonner Drogenszene gelungen. Sie konnte in Zusammenarbeit mit niederländischen Kollegen einen 23-Jährigen aus Venlo festnehmen, der den Drogenhandel in Tannenbusch beliefert haben soll.

Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft und der Ermittlungsgruppe Tannenbusch der Polizei hatten zunächst im Dezember 2018 zu einer groß angelegten Razzia in Tannenbusch, Dransdorf und Andernach geführt, im Zuge derer sieben Männer festgenommen wurden. Die Gruppe stand im Verdacht, in Parkanlagen und auf Schulgeländen mit Drogen gehandelt zu haben.

Der hauptverdächtige 24-Jährige sitzt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, seitdem in Untersuchungshaft. Nun hätten sich Hinweise auf seinen mutmaßlichen Hauptlieferanten ergeben. Der 23-Jährige soll ihn und mindestens einen weiteren Mann aus Bonn-Tannenbusch aus den Niederlanden heraus kiloweise mit Marihuana und Haschisch versorgt haben. Dazu soll er den Ermittlern zufolge Kuriere angeworben haben, die pro Fahrt nach Deutschland etwa 400 Euro erhielten, während er selbst in den Niederlanden blieb.

Mutmaßlicher Drogenlieferant auf A61 festgenommen

Die Bonner Beamten kooperierten laut Mitteilung mit der niederländischen Polizei und führten verdeckte Ermittlungen durch, wodurch sie den aus Venlo stammenden 23-Jährigen identifizieren konnten. Als dieser am Dienstag mit dem Auto nach Deutschland fuhr, wurde er auf der A61 bei Worms von Zivilfahndern der Autobahnpolizei Rheinland-Pfalz angehalten und nach Rücksprache mit den Bonner Ermittlern festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn wurde der Mann am Mittwoch wegen Einfuhrschmuggel dem Amtsgericht Bonn vorgeführt. Der zuständige Richter hat einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erlassen.