16. Bonner Schumannfest

Schüler durften eine Eissorte zum Sieger küren

Großer Andrang. Doch wen wundert's? Schüler des Clara-Schumann-Gymnasiums dürfen kostenlos drei Eissorten testen.

27.05.2013 BONN. Es war ein denkbar dankbares Publikum, dem sich die neue Eissorte stellen musste. Rund 180 Schüler des Clara-Schumann-Gymnasiums hatten die Aufgabe, ein Eis für das 16. Bonner Schumannfest zu wählen. Der Eishersteller Rosario Granatella hatte dazu drei neue Eissorten kreiert. Als klarer Sieger der Verköstigung trat ein Traubeneis hervor, das sich nun mit dem Namen "Träumerei" schmücken darf.

Der Andrang war groß, als die Gebrüder Granatella ihr Eis auf dem Pausenhof des Clara-Schumann-Gymnasiums verschenkten. Etwa 180 Schüler reckten fast gleichzeitig ihre Hände nach der kostenlosen kalten Erfrischung. Während Giuseppe Granatella in seinem weißen Eismobil mit den Eiskugeln kaum hinterherkam, wurde nebenan Buch geführt.

Auf einer großen grünen Schultafel stimmten die Schüler per Kreidestrich ab, welche Eissorte ihnen am besten gefiel. Zur Auswahl standen ein Traubeneis, ein Ricottaeis mit Feigen und ein schokoladiges Sachertorteneis. Doch der Favorit des jungen Publikums stand schnell fest. Mit 45 Prozent machte das rosa fruchtige Traubeneis das Rennen.

Das Siegereis solle zur Eröffnung des Schumannfestes morgen präsentiert werden, erklärt Markus Schuck, Initiator des Bonner Schumannfestes. Da das Fest in diesem Jahr vom Herbst in den Frühling gewandert ist, kam ihm gemeinsam mit Rosario Granatella die Idee zu der erfrischenden Aktion. Auch zum Kinderfest am 9. Juni werde es das Eis geben. "Wein war ja ein Lieblingsgetränk Schumanns, deshalb passt das Traubeneis, denke ich, ganz gut", sagte Schuck. "Das Eis hätte Schumann sicherlich auch geschmeckt."

Den Schülern war das amtliche Endergebnis weniger wichtig. Tim Küster, der in die fünfte Klasse des Gymnasiums geht, hatte zwar für das Schokoladeneis gestimmt, fand aber auch an den übrigen Eissorten Gefallen. "Ich find's einfach ganz cool, dass es gratis Eis gibt", so der Zehnjährige. (Andreas Dyck)