Grünes Licht für Neubau

SV Buschdorf erkämpft sich neue Umkleiden

Nähergerückt ist für Waldemar Kossak und den SV Buschdorf, dass die Provisorien durch ein Sanitärgebäude ersetzt werden.

Nähergerückt ist für Waldemar Kossak und den SV Buschdorf, dass die Provisorien durch ein Sanitärgebäude ersetzt werden.

Buschdorf. Seit 2011 gibt es beim SV Buschdorf für rund 500 Sportler Umkleideprovisorien mit zwei Duschen. Das ist kein Zustand für einen Verein mit fast 500 Mitgliedern. Doch jetzt gibt es Licht am Horizont.

Einen langen Atem braucht der SV Buschdorf 02, bis endlich die Infrastruktur steht, die zum ordentlichen Spielbetrieb gehört. 2011 bekam der SV einen Kunstrasenplatz. Kurz nach der Einweihung wurde der Belag durch Feuer teils beschädigt. 2011 brannte das Vereinsheim mit Aufenthaltsraum und Umkleiden ab. Der Verein beschaffte Container, die seither als Umkleideprovisorium mit Toiletten und zwei Duschen für alle Mannschaften dienen. Im Oktober 2017 brannten zu allem Überfluss zwei Materialcontainer ab.

Unermüdlich ergriffen der Vorsitzende Waldemar Kossak und Geschäftsführerin Johanna Scha-dowski in den politischen Gremien und in der Verwaltung das Wort und appellierten eindringlich, dass etwas geschehen müsse. Am guten Willen der Politiker mangelte es nicht – aber an avisierten Fördergeldern und zielführenden Absprachen zwischen den Fachämtern. Das kostete Zeit. Das Thema geriet auf die lange Bank. Problem ist, dass der Bau von Umkleiden und Sanitäranlagen nicht ohne einen Kanalanschluss – verbunden mit weiteren Kosten – umsetzbar ist.

Bisher gibt es nur eine Klärgrube. Das überdies gewünschte Vereinsheims kann nicht aus städtischen Mitteln finanziert werden. Ein Bürgerantrag im Oktober 2017 brachte den Ball wieder ins Spiel. Der SV Buschdorf legte eine auf eigene Kosten erstellte Entwurfsplanung für die Sanitäranlagen und das Vereinsheim vor und bot Eigenleistung an. Die entscheidenden Hürden wurden rund fünf Monate später genommen. 270.000 Euro stehen für die Erschließung des Grundstücks zur Verfügung. Planung und Bau des Umkleide- und Sanitärgebäudes kostet nach Schätzung der Verwaltung bis zu 450.000 Euro. Die Finanzierung soll aus Haushaltsausgaberesten sichergestellt werden.

Um die Umsetzung zu beschleunigen hat das Sport- und Bäderamt die Koordinierung übernommen. Das Städtische Gebäudemanagement hat dafür keine Kapazitäten. Mitglieder des Vereins sehen derzeit eine Aufgabe darin, bei der Verwaltung nachzuhaken, dass es auch weitergeht.

Das Vereinsheim wollen sie in Eigenregie bauen. „Geplant ist ein Mehrzweckraum, in dem wir auch Kurse anbieten, der aber auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung steht“, erläutert der Vorsitzende. Die Baugenehmigung dafür hat der Verein jetzt bekommen. Kossak schätzt die Kosten grob auf 250.000 Euro. Die Finanzierung bereitet ihm allerdings Kopfschmerzen „Vielleicht gibt es Geld von der Sportförderung. Aber wir sind auch auf Spenden angewiesen.“ Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich an die Geschäftsführerin Johanna Schadowski, Telefon 01 73/75 43 67 78, oder an Waldemar Kossak, Telefon 01 78/4 57 97 87, wenden.