Deutsches Museum

Roboter protestieren gegen Museumsschließung

BONN. Museumsleute sind kreative Köpfe. Und so kamen sie gestern Abend zur Demonstration gegen die drohende Schließung des Deutschen Museums kurz vor Beginn der Sitzung des Wissenschaftsausschusses nicht einfach nur mit Plakaten und Transparenten ins Stadthaus.

Museumschefin Andrea Niehaus und ihre Kollegen hatten einige kleine "Robertas" dabei, die die Ausschussmitglieder surrend begrüßten. Die kleinen Roboter sind Teil des museumspädagogischen Programms, erklärte Niehaus. Sie stammen aus dem Forschungsprojekt "Robotik zur Informatik", mit dem vor allem bei Mädchen das Interesse für das Fach Informatik geweckt werden soll.Witzig auch der Einfall, auf T-Shirts die Widerstandsformel des Nobelpreisträgers Klaus von Klitzing zu drucken und damit ebenfalls gegen die Pläne der Stadt Bonn zu demonstrieren.

Sie will vor dem Hintergrund der desaströsen Finanzlage auch das Deutsche Museum an der Ahrstraße schließen. Inklusive Miete bringt die Stadt dafür jährlich 830.000 Euro auf. Allerdings müsste sie das Personal weiterbezahlen, was rund 300.000 Euro ausmache, erklärte Niehaus. Über die Zukunft des Museums wird der Rat voraussichtlich im Mai entscheiden.