Nach der Weltklimakonferenz

Rheinaue-Rasen muss nach Cop23 erneuert werden

Die Rheinaue nach der UN-Klimakonferenz

Die Rheinaue nach der UN-Klimakonferenz

Bonn. Der Bund und die Stadt bauen die Ausrüstung der Cop 23 in der Rheinaue ab. Bis der Rasen wieder hergestellt wird, wird es einige Zeit dauern.

Schweres Gerät fährt diese Woche durch die Rheinaue, bahnt sich seinen Weg durch den Matsch, der einmal eine Wiese war. Und auch auf dem Parkplatz vor dem Haupteingang sind reichlich Traktoren und Gabelstapler bei schlechtesten Wetterbedingungen im Einsatz. Es geht darum, die letzten Dinge abzubauen und abzutransportieren, die von der Weltklimakonferenz Cop 23 übrig geblieben sind. „Bis Ende Dezember sollen die Pavillons und Veranstaltungsräume komplett entfernt sein“, schrieb der General-Anzeiger vor wenigen Tagen. Fazit am Donnerstag, 21. Dezember: Alles, was abgebaut werden konnte und sollte, ist abgebaut. „Wir sind am Freitag mit den derzeitigen Arbeiten fertig. Morgen ziehen wir vollständig ab“, sagte Marc Hoffmann von der Pressestelle der Stadt bei einem Ortstermin.

Verständlich, dass das für die Besucher des Parks anders aussieht. Die vielen kahlen Flächen, die mehr einem Brachland, bei diesem Wetter teils einer Morastlandschaft ähneln, bleiben den Winter über eingezäunt. Daran wird sich, so war von Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün, zu hören, bis zum Frühjahr auch nichts ändern. „Der Abbau ist hochprofessionell gelaufen, wir haben unseren Zeitplan eingehalten“, resümiert er. „Was die Begrünung anbelangt, sind wir zuversichtlich, jedoch abhängig von den Temperaturen.“ Alles würde im Zusammenspiel mit dem Bund unproblematisch geregelt. Ausschreibungen für die erforderlichen Arbeiten laufen, erste Angebote kommen derzeit rein.

Rollrasen ab März 2018 geplant

Jan Brumhard, beim Amt für Stadtgrün zuständig für die Rheinaue, erläutert die nächsten Arbeiten: „Die Rasenfläche wird im März 2018, immer abhängig vom Wetter, mit Rollrasen neu hergestellt werden. Die Rondelle mit Blumen werden sowieso erst für den Sommer jährlich neu bepflanzt. Und die Blumenbeete, in denen Zwiebelpflanzen wachsen, erblühen von alleine wieder, die haben keinen Schaden genommen.“

Bezahlen, so ist es vereinbart, muss diese Arbeiten der Bund. Franz-Josef Emde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bauwesen, sagte bei dem Ortstermin am Donnerstag zu, dass der Bund diesbezüglich sehr großzügig verfahre und er versprach: „Eine offizielle Abnahme der Wiederherstellung wird im Frühjahr 2018 erfolgen.“Ein gesondertes Einweihungsfest, so Hoffmann, sei nicht geplant. Denn mit „Rhein in Flammen“ am ersten Maiwochenende habe man ja bereits ein Fest. Das war auch der Grund, weshalb man keinen neuen Rasen ausgesät habe, sondern Rollrasen verlegte. Neu ausgesäter Rasen wäre nach der kurzen Zeit nicht strapazierfähig gewesen. „Rhein in Flammen wird jedoch definitiv in der wiederhergestellten Rheinaue stattfinden“, versprach er.