Großevent in der Rheinaue

Rhein in Flammen mit Besucherrekord

Bonn. "Das war das vollste Rhein in Flammen ever!" Zufrieden hat sich Jürgen Harder, Veranstalter von Rhein in Flammen, nach dem Samstagabend zu Ende gegangenen Großevent gezeigt. Auch Polizei und Stadtwerke zogen ein positives Fazit.

In diesem Jahr seien so viele Besucher gekommen, wie bisher noch nie, frohlockte Harder nach dem diesjährigen Rhein in Flammen. Für den enormen Besucherandrang hatte sicher auch das gute Wetter beigetragen - kein Regentropfen hatte die Feierlaune der vielen Besucher unterbrochen. Auch bei der Musikauswahl konnten die Veranstalter punkten.

Als weitestgehend friedlich erlebte auch die Polizei die Veranstaltung. Die Bonner Behörde, die mit uniformierten und zivilen Streifen sowie mit ihrem Polizei-Mobil vor Ort war, registrierte vom Samstagvormittag bis zum Veranstaltungsende nur wenige Straftaten. In zwölf Fällen mussten die Beamten Strafanzeigen wegen Körperverletzungen aufnehmen, in Einzelfällen auch wegen Diebstahl, Sachbeschädigung oder sonstiger Delikte. Gegen 14 Personen, die sich aggressiv verhielten oder Straftaten begangen hatten, erteilten die Polizisten Platzverweise. Drei Personen, die diesen nicht Folge leisteten, wurden in das Polizeigewahrsam gebracht.

Große Verkehrsstaus rund um die Rheinaue blieben aus. "Die Verkehrsbeeinträchtigungen hielten sich in Grenzen", bilanzierte der Einsatzleiter der Polizei, Polizeidirektor Dieter Weigel. Viele Besucher hatten sich an die Empfehlungen gehalten und kamen mit Bus, Bahn, Fahrrad oder Taxi.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich nach dem Feuerwerk auf dem Landgrabenweg: Ein Radfahrer, der um kurz nach Mitternacht zwischen verkehrsbedingt haltenden Fahrzeugen die Straße überquerte, stieß auf dem rechten Fahrstreifen mit einem Taxi zusammen, das in Richtung Beuel fuhr. Der Zweiradfahrer wurde schwer verletzt und musste nach notärztlicher Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Von einem geordneten Verlauf bei Rhein in Flammen sprechen derweil auch die Stadtwerke Bonn (SWB). Das Unternehmen hatte alle Fahrzeuge im Einsatz. Für die Hin- und Rückfahrt wurde der Linienverkehr durch zahlreiche Sonderbusse verstärkt und der Fahrplan der Bahnen verdichtet, um dem Besucherandrang gerecht zu werden. Nach dem Feuerwerk seien Busse und Bahnen rund drei Stunden lang sehr stark gefragt gewesen, teilte die SWB am Sonntagmorgen mit. Der Rückreiseverkehr sei demnach erst nach zwei Uhr nachts abgeebbt.

Erfreulich aus Sicht der SWB: Es habe keine mutwilligen Behinderungen oder Störungen gegeben. Die vorsorglich im gesamten Streckennetz postierten technischen Einsatzteams mussten nicht eingreifen. Neben Fahrern waren mehr als 100 Mitarbeiter an den Haltestellen und „hinter den Kulissen" zum Beispiel in der Leitstelle, in technischen Einsatzteams vor Ort.

Frei nach dem Motto "Nach dem Fest ist vor dem Fest" haben die Veranstalter bereits Rhein in Flammen 2015 fest im Blick. Eine geplante Neuerung: Für das nächste Jahr will Jürgen Harder die Veranstaltung auch in die rechtsrheinische Rheinaue ausdehnen. Das könnte zum Beispiel mit Videowänden und Funkübertragung der Musik passieren.