Zahl der Ertrunkenen in NRW gestiegen

Rettungseinsätze häufen sich auch in der Region

Die Feuerwehr hat am Mittag eine leblose Person aus dem Rhein gezogen.

Immer wieder müssen Rettungskräfte am Rhein ausrücken. (Archivfoto)

Bonn. Trotz Warnung müssen immer wieder Schwimmer aus dem Rhein gerettet werden. Die Todesfälle häufen sich, allein am Dienstag gab es drei Einsätze in Bonn und der Region.

Fünf Schwimmer im Rhein, die die Rettungskräfte in Bonn und Köln auf den Plan riefen, an nur einem Tag - das ist die Bilanz allein von Dienstag. In Niederkassel war am Nachmittag ein Mann in den Fluss gegangen und kurz darauf im Wasser verschwunden. Wegen der einbrechenden Dunkelheit wurde die Suche gegen 20 Uhr erfolglos abgebrochen. In Niederkassel suchten Einsatzkräfte am Abend nach zwei Schwimmern. Nach Hinweisen von Passanten, wonach die Personen den Rhein verlassen hätten, wurde die Suche beendet.

In Köln gerieten nach Angaben der Feuerwehr am Dienstag zwei Schwimmer in Not. Eine Person konnte unverletzt aus dem Wasser gezogen werden, ein anderer Mann blieb jedoch verschwunden.

In den vergangenen Wochen häufen sich diese Fälle, in denen die Feuerwehr nach Personen im Rhein suchen und retten muss. Insgesamt sind in NRW seit Jahresbeginn nach Angaben des DLRG bereits mehr als 60 Menschen ertrunken. Dies seien schon ein Drittel mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, so die Nothilfeorganisation.

Dabei warnen die DLRG und die Polizei immer wieder vor dem Baden im Rhein. Auch wenn auf dem ersten Blick keine Gefahr ersichtlich sei, kann die starke Strömung auch gute Schwimmer leicht wegreißen.