Schulschwimmen in Bonn

Ratsmehrheit: Kein weiteres Bad macht in Bonn zu

Kinderschwimmkurs im Freibad Friesdorf: Im Sportausschuss ist nun über das künftige Belegungssystem der Schwimmbecken für den Schwimmunterricht gesprochen worden.

Kinderschwimmkurs im Freibad Friesdorf: Im Sportausschuss ist nun über das künftige Belegungssystem der Schwimmbecken für den Schwimmunterricht gesprochen worden.

Bonn. Die Stadt erarbeitet nun Pläne für den Schwimmunterricht. Auch der Zustand des Frankenbads kommt im Sportausschuss zur Sprache.

Das Schulschwimmen in Bonn und die Befürchtungen, wie und wo die Schüler in einer neuen Bäderlandschaft künftig das Schwimmen erlernen sollen, beschäftigte am Donnerstagabend erneut die Politiker im Sportausschuss. Die Stadt teilte dort mit, sie beginne jetzt mit Gesprächen mit den Schulen, um das Belegungssystem der Schwimm- und Lehrbecken für das nächste Schuljahr sicherzustellen.

Der SPD reicht das nicht aus. Sie beantragte, auch schon daran zu arbeiten, wie nach Fertigstellung des neuen Bads in Dottendorf das Schulschwimmen geregelt wird. Denn, so SPD-Sportsprecherin Gabi Mayer: „Ich finde es schwierig, wenn ein solches Konzept erst kurz vor der Eröffnung des neuen Bads gemacht wird.“ Der Stadtverwaltung und der Ratsmehrheit ist es allerdings zu früh, jetzt schon mit Planungen für 2020 zu beginnen. „Wir müssen jetzt erst einmal die bestehenden Flächen für die Übergangszeit, bis das neue Schwimmbad fertig ist, gerecht verteilen“, sagte Vize-Sportamtsleiterin Elke Palm. Außerdem ändere sich die Situation im nächsten Jahr noch einmal gravierend, weil dann das Hardtbergbad saniert werde. Das Vergabeverfahren dazu sei bereits eingeleitet.

Der Ratskoalition war in diesem Zuge etwas anderes wichtig: nämlich die politische Erklärung, dass keine weiteren Bäder geschlossen werden, so Rolf Beu (Grüne). Auch Alfred Giersberg (CDU) stellte klar, dass die Schließung von Kurfürstenbad und Frankenbad sowie eine mögliche Übertragung der Beueler Bütt an die SSF Bonn als Konsolidierungsbeitrag des Sports ausreiche. Weitere Einschnitte seien nicht geplant. Zu Befürchtungen, ob das Frankenbad bis 2020 technisch durchhält, teilte die Stadt mit: Man setze alles daran und werde auftretende Schäden umgehend reparieren.