Röttgen erhält den "Polarstern"

Röttgener erhält Auszeichnung in der Mongolei

Frank Voßen (links) und Botschafter Dr. Ganbat

Frank Voßen (links) und Botschafter Dr. Ganbat

Röttgen/Berlin. Der Leiter des Bonner Mongolei Zentrums erhält die höchste Auszeichnung des Landes. Viele Mongolen aus der Region haben das Haus in der Südstadt längst als ein Stück Heimat akzeptiert.

Hohe Auszeichnung für Frank Voßen aus Röttgen: Der Leiter des Mongolei Zentrums in Bonn erhielt jetzt in Berlin den „Orden des Polarsterns“. Damit wird sein ehrenamtliches Engagement als Geschäftsführer der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft sowie seine Initiative zur Gründung des Mongolei Zentrums in Bonn gewürdigt. Den Polarstern bekam Voßen im Rahmen der Feier zum mongolischen Neujahr (Tsaagan Sar) am 5. Februar. An diesem Tag hatte Botschafter Damba Ganbat in seine Residenz nach Berlin eingeladen.

Im Park des Geländes war für diesen besonderen Anlass eine traditionelle Jurte aufgebaut. Im Namen des mongolischen Präsidenten Chaltmaagiin Battulga überreichte Botschafter Ganbat dort Voßen den Polarstern. Der Orden ist die höchste Auszeichnung, die das Land an Ausländer verleiht. Damit wird die Arbeit des Röttgeners als Gruppenleiter bei den Pfadfindern vom Stamm Jupiter gewürdigt. In dieser Funktion organisierte Voßen bereits 1994 einen Jugendaustausch mit der Mongolei.

Begegnungen der Menschen

Seit dieser Reise ist der Röttgener von Land und Leuten fasziniert. Kaum zurück in Deutschland setzte er sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Vereinen für einen engeren deutsch-mongolischen Austausch ein. Großen Stellenwert nimmt dabei die Arbeit in der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft ein. Seit 1997 unterstützt Voßen die Arbeit der Gesellschaft als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und Geschäftsführer und fördert vor allem die Begegnungen der Menschen aus beiden Ländern.

2009 baut er schließlich das Mongolei Zentrum in Bonn auf mit dem Ziel, über Kunst und Kultur den Austausch zwischen Menschen zu fördern und das Land „erfahrbar zu machen“. Viele Mongolen aus der Region haben das Haus in der Bonner Südstadt längst als ein Stück Heimat in der Ferne akzeptiert. Auch für den Botschafter ist das Zentrum ein wichtiger Bezugspunkt im Rheinland. Erst im November lud er dorthin ein, um mit Landleuten und interessierten Bürgern über aktuelle Themen zu sprechen.

„Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich stets für meine Arbeit bekommen habe, sowie für die Freundschaften. Ohne die Reise mit den Pfadfindern hätte sich diese Zusammenarbeit nicht entwickeln können“, freute sich Voßen, als er die Auszeichnung entgegennahm.