Kosten steigen

Römerstraße in Bonn wird später fertig

Nur in eine Richtung geht es auf der Römerstraße, nämlich stadtauswärts. Archäologische Funde verzögern die Fertigstellung.

Die Dauerbaustelle auf der Römerstraße. (Archivfoto)

BONN. Der Ausbau der Römerstraße zwischen Wachsbleiche und Augustusring dauert länger und kostet mehr. Wie die Stadt am Montag mitteilte, kann der Anfang des Jahres für Mai angekündigte Termin nicht gehalten werden. Die Arbeiten sollen nun bis Ende Juli dauern.

"Bereits benannte Behinderungen in der vorgeschalteten Kanalsanierung, zusätzliche Leitungsverlegungen durch die Stadtwerke Bonn, Erschwernisse bei den Erdarbeiten aufgrund zahlreicher Bestandsleitungen der Versorgungsträger, Einbrüche in der Trasse des Alt-Kanals und ein rund dreiwöchiger Stillstand aufgrund des Wintereinbruchs im Februar", seien laut einer Mitteilung der Stadt die Gründe für die Verzögerung. Das Tiefbauamt bittet insbesondere die Anwohner um Verständnis.

Der zweite Bauabschnitt im Streckenabschnitt zwischen Wachsbleiche und Augustusring wird seit September 2017 erneuert, die Kanalsanierung in diesem Bereich startete schon im Februar 2016. Dabei kam es bereits zu erheblichen Verzögerungen. Zuletzt wurde daher mit dem Abschluss der Arbeiten im Mai 2018 gerechnet. "Unvorhersehbare Lagen von bestehenden Versorgungsleitungen und weitere Hindernisse im Untergrund" führen nun zu der weiteren Verzögerung von sechs bis acht Wochen, die "bei solch umfangreichen Projekten nicht immer vermieden werden" könne.

Ursprünglich war mit Kosten von 1,75 Millionen Euro gerechnet worden. Diese Kalkulation lässt sich nun voraussichtlich nicht halten. Die genaue Höhe lasse sich jetzt "erst bei Vorlage der Schlussrechnung belastbar benennen".