Kein Interesse am Betrieb

Projektgruppe will Bonner Melbbad nicht übernehmen

Für die Bonner Freibäder ist zwischen Ende Mai und Ende August eine Saisonkarte geplant.

Das Melbbad wird vorerst nicht von privaten Betreibern übernommen.

BONN. Die Stadt Bonn wird ihre Gespräche mit einer am Melbbad interessierten Projektgemeinschaft nicht weiter fortsetzen. Offenbar hat die Gruppe kein Interesse daran, das defizitäre Bad zu übernehmen.

Eine Übernahme des Melbbads durch private Betreiber ist offenbar vorerst vom Tisch. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die von der Stadtverwaltung für die Ratssitzung am Dienstag vorgelegt worden ist. Zwar habe es bereits im April auf Wunsch der Ratskoalition ein Gespräch mit einer Projektgemeinschaft gegeben, die der Stadtverwaltung Interesse am Melbbad signalisiert hatte. Doch bei dem Treffen stellte sich offenbar heraus, dass die Gruppe den defizitären Badbetrieb keineswegs übernehmen wollte. Genau das aber war das Ziel der Stadtverwaltung, die den Zuschussbedarf der Bonner Bäder senken soll.

Ein Verkauf des Grundstücks sei zu keiner Zeit beabsichtigt gewesen, versichert die Stadt in der Stellungnahme. Da die Projektgemeinschaft den Betrieb nicht übernehmen wolle, bestehe aus Sicht der Verwaltung keine Notwendigkeit für weitere Gespräche. Hintergrund ist ein Ratsbeschluss aus 2016, aus Kostengründen den Betrieb von Freibädern möglichst in private Hände zu legen. Den Vorschlag der Stadt, dazu einen Wettbewerb auszuschreiben, lehnte eine Ratsmehrheit ab.