Aufregung in der Manege

Poppelsdorfer Schüler begeistern mit Zirkusvorführung

Konzentriert: Artisten der Clemens-August-Schule zeigen ihre Kunststücke.

Konzentriert: Artisten der Clemens-August-Schule zeigen ihre Kunststücke.

Poppelsdorf. 180 Schüler der Clemens-August-Schule begeistern ihr Publikum in Poppelsdorf. Nach einer Projektwoche zeigten sie sich gut vorbereitet.

Aufgeregt waren sie alle. Vier Tage lang haben 180 Schüler aller Klassenstufen der Clemens-August-Schule zusammen mit neun Lehrkräften, zwei Gruppenleiterinnen der Ganztagsschule (OGS) und engagierten Eltern unter Leitung der erfahrenen Mitarbeiter der Circusschule Don Mehloni während ihrer Zirkus-Projektwoche geprobt.

Dann war es am späten Freitagnachmittag endlich soweit und der Schulchor mit fast 50 Kindern konnte singen: „Manege frei, der Zirkus geht jetzt los und unser Spaß ist riesengroß!“

Der Pfarrsaal der Katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Publikum sammelte sich vor dem Zirkuszelt, das über die Manege bis unter die Decke gespannt war, und begrüßte die Akrobaten mit lautem Applaus. In vier Tagen hatten die Kinder eine Menge gelernt.

Kleine Artisten meistern Auftritte trotz Aufregung

In der Manege traten Clowns, Seiltänzer, Zauberer, Tellerdreher, Einradfahrer, Akrobaten mit Diabolo und Devil Stick, Jongleure, Trampolinspringer und viele mehr auf. „Am ersten Tag durften wir alles ausprobieren“, erzählt Tim (9) von der Projektwoche. Dann habe er sich für die Leiter-Akrobatik entschieden, die er mit seiner Gruppe in der Manege vorführte. Vor der Aufführung sei er sehr aufgeregt gewesen.

Er habe aber nichts dagegen unternommen und sei einfach auf die Bühne gegangen. Auch bei Clemens (7) hat der Auftritt ohne vorheriges Ritual gegen Lampenfieber funktioniert. Er balancierte auf einem Brett, das auf einer Rolle lag, einem Rola Bola.

Die Aufregung war hinter der Bühne zu spüren, wo immer zwei Gruppen auf ihren Auftritt warteten. So auch bei Maja (9). Sie hatte aber kein Lampenfieber, bevor sie mit ihrer Gruppe Pyramiden-Akrobatik vorführte. Nur Angst, dass sie etwas falsch macht. Aber gefreut habe sie sich trotzdem auf den Auftritt. „Wir haben uns zwei Tage lang aufgewärmt und dann mit den Pyramiden angefangen“, erzählt sie von der Woche, die ihr viel Spaß gemacht hat.

„Die Kinder strahlen richtig“, sagt Alexandra Hassel, eine der helfenden Lehrerinnen, die das Gewusel hinter der Bühne organisieren. Mit Jörg Nitsch, dem Leiter der Circusschule Don Mehloni, und drei weiteren Mitarbeitern haben die Konrektorin Claudia Wolters-Goertz, die Lehrer Karin Sonnet, Tim Kreischer und die Schulpflegschaftsvorsitzende Anja Istel die Zirkus-Projektwoche auf die Beine gestellt.