G20-Treffen in Bonn

Polizei zieht positive Zwischenbilanz

Die Bonner Polizei hat während des G20-Treffens eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Bonn. Zufrieden ist die Polizei bislang mit dem Verlauf des G20-Außenministertreffens in Bonn. "Alles läuft ruhig und friedlich", zog Polizeisprecher Robert Scholten am Freitagmittag eine erste Bilanz.

Große Erleichterung herrscht bei der Polizei nach dem bisher ruhig verlaufenen G20-Treffen in Bonn. Laut Polizeisprecher Robert Scholten gab es trotz höchster Sicherheitsstufe keine besonderen Vorkommnisse. Abgesehen vom Verkehr: Durch die Kolonnen der Delegationen kam es zeitweise zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen, die aber gut vorher kommuniziert worden seien.

So habe es auch so gut wie keine Beschwerden seitens der Bürger gegeben. "Aus unserer Sicht ist das sehr gut gelaufen", sagte Scholten. Er hoffe, dass gegen Ende der Tagung am Freitagnachmittag auch der Verkehr der Flughafenautobahn nicht zu stark beeinträchtigt werde, wenn die Delegierten wieder abreisen. 

Gut angenommen worden sei das Bürgertelefon der Polizei. Allein am Donnerstag verzeichnete die Polizei 285 Anrufe. In erster Linie hätten die Anrufer Fragen zur Verkehrsführung und zu den temporären Sperrungen gehabt. Vor allem ältere Bürger, die erfahrungsgemäß seltener Zugang zu den digitalen Medien hätten, hätten das Angebot der Polizei sehr gelobt, sagte Ulrich Faßbender von der Polizeipressestelle.

Nach GA-Informationen sind mehr als 2000 Beamte und Beamtinnen der Polizei  aus ganz NRW anlässlich des G20-Treffen in Bonn rund um die Uhr im Einsatz. Eine Zahl, die das Bonner Präsidium aus einsatztaktischen Gründen nicht bestätigen wollte. Aber auch nicht dementierte.

 

Insgesamt 5000 Übernachtungen in der ganzen Region und in Rheinland-Pfalz gehen allein auf das Konto der Landespolizei. Dazu kommen Faßbender zufolge 125 Fahrzeuge, die zusätzlich von den im Land verteilten Behörden nach Bonn geschickt worden sind. 

Eine logistische Herausforderung ist auch die Verpflegung der Polizisten: Gut 6000 Mahlzeiten werden bis zum Ende des Treffens an die Gesetzeshüter ausgeteilt worden sein. Am Donnerstag stand Erbsensuppe mit Einlage auf dem Menüzettel, am Freitag gab es Gulasch mit Nudeln. Dazu erhielten die Beamtinnen und Beamten Lunchpakete mit Brötchen, Getränken und Obst.    

Hinsichtlich eines Twitter-Nutzers, der der Polizei zufolge am Donnerstag in einem Tweet eine allgemein gehaltene Drohung gegen das G20-Treffen abgesetzt hatte, hat die Polizei nach eingehender Prüfung keine reale Gefahrenlage ausmachen können, sagte Scholten. Es laufen nun Ermittlungen gegen den Nutzer.