Hauptbahnhof Bonn

Polizei plant Haus der Sicherheit

BONN. Die Bundespolizei soll am Hauptbahnhof ein neues Domizil bekommen. Anstelle des Anbaus nördlich des Bahnhofes, der abgerissen werden soll, ist ein Neubau geplant. Das erfuhren am Donnerstagabend die Mitglieder des Hauptausschusses.

Und dass sich die Stadt Bonn mit 125 000 Euro an den Planungskosten beteiligen will. Wegen zusätzlichen Informationsbedarfs verwies der Ausschuss die Eilentscheidung in die Ratssitzung am kommenden Dienstag.

Hintergrund: Auch die Mitarbeiter von Stadt und Polizei (Land) der gemeinsamen Anlaufstelle "GABI" im Bonner Loch benötigen mit Blick auf die geplante Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes eine alternative Unterbringung. So entstand die Idee, dass "GABI" ebenfalls in das neue Haus der Sicherheit einziehen könnte. Die Planungskosten wollen sich Bundes- und Landespolizei sowie die Stadt deshalb zu je einem Drittel teilen.

Auf Basis der Planung und der damit verbundenen detaillierten Kostenberechnung, die zurzeit auf 4,9 Millionen Euro geschätzt wird, könne dann entschieden werden, wie das Projekt realisiert werden soll und welche finanziellen Belastungen für die Beteiligten zu erwarten seien.

"Die Verwaltung geht nach den vorliegenden Kostenschätzungen davon aus, dass der Betrieb der GABI in einem neuen Haus der Sicherheit kostengünstiger sein wird als der Betrieb am jetzigen Standort", heißt es in der Vorlage außerdem. Es handele sich um ein in Deutschland bisher einmaliges Modellprojekt, bei dem alle am Thema Sicherheit beteiligten Organisationen zusammenarbeiten wollten.

CDU-Ratsherr Georg Fenninger kannte als Mitglied des Kreispolizeirates im Gegensatz zu den anderen Politikern im Hauptausschuss bereits die Pläne für das Haus der Sicherheit und begrüßt sie nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des brisanten Bombenfunds im Hauptbahnhof vor wenigen Wochen. Dass die Kollegen allerdings noch Beratungsbedarf hätten, versteht er: "Die Unterlagen, die wir im Ausschuss vorliegen hatten, waren sehr dürftig." Die Verwaltung habe zugesagt, für die Ratssitzung ausführlicheres Material zu liefern.