Drogenkontrolle am Donnerstag

Polizei erteilt 24 Aufenthaltsverbote im Hofgarten

Hofgarten in der Dämmerung: Die Polizei prüft nun Platzverbote für Personen, die vor Kurzem straffällig geworden sind.

Der Bonner Hofgarten.

Bonn. Bei Kontrollen hat die Bonner Polizei in dieser Woche 24 Aufenthaltsverbote für den Hofgarten vor der Universität erteilt. In zwei Fällen wurde außerdem Strafanzeige wegen mutmaßlichem Drogenhandel gestellt.

Die Bonner Polizei hat diese Woche 24 Aufenthaltsverbote für den Hofgarten erteilt, die insgesamt zwei Monate andauern werden. Wie aus einem Polizeibericht hervorgeht, erhielten 23 Männer und eine Frau im Alter zwischen 16 und 36 Jahren die schriftliche Verfügung, den Hofgarten sowie angrenzende Bereiche vom 10. Dezember bis zum 9. Februar 2019 nicht zu betreten. Das Verbot gilt täglich ab 13 Uhr bis 7 Uhr des Folgetages.

Die betroffenen Personen sind in den vergangenen Monaten wiederholt wegen Körperverletzungen, Raubdelikten oder Handel mit Betäubungsmitteln aufgefallen. Sollten sie das verhängte Verbot nicht beachten, drohen ihnen Zwangsgelder. Für den Fall der Zahlungsverweigerung kann durch richterlichen Beschluss auch eine Ersatzhaft angeordnet werden.

Zwei Strafanzeigen wegen Drogenhandel

Bei weiteren Kontrollen am Donnerstagabend hat die Bonner Polizei im Hofgarten außerdem zwölf Personen überprüft und sieben Platzverweise erteilt. In zwei Fällen wurde außerdem Strafanzeige wegen mutmaßlichem Drogenhandel gestellt.

Die Beamten der Einsatzhundertschaft waren in Uniform sowie Zivilkleidung vor Ort. Gegen 18 Uhr fragte einer der mutmaßlichen Drogendealer einen Zivilfahnder, ob er, so der Bericht, "etwas kaufen wolle". Als der Polizist ablehnte, wurde der 22-jährige Verdächtige schließlich von einem anderen Mann auf Drogen angesprochen. Als es zur Übergabe kam, schritten die Beamten ein. Bei dem 22-Jährigen wurde Marihuana sichergestellt. Gegen ihn und den 30-jährigen Käufer wurden Strafanzeigen gestellt. Anschließend sprach die Polizei beiden einen Platzverweis aus.