Eröffnung am Freitag

Playmobil-Ausstellung im Deutschen Museum in Bonn

Bonn. Die Herzen großer und kleiner Playmobil-Fans werden im Deutschen Museum Bonn jetzt höher schlagen: Von Freitag an sind dort Tausende Playmobil-Figuren zu sehen. Die Schau ist bis August zu sehen.

Sie sammeln Gesteinsproben auf dem Mars, lotsen Flugzeuge und nehmen mit dem Forschungsschiff „Polarstern“ Kurs auf die Antarktis. Bis zum 25. August bevölkern nun mehr als 5000 Playmobilfiguren das Deutsche Museum Bonn. „Playmobil-Technikgeschichte(n)“, so lautet der Titel der Sonderausstellung, in welcher der Hamburger Sammler Oliver Schaffer zehn imposante Schaulandschaften mit den siebeneinhalb Zentimeter großen Weltstars inszeniert hat.

Die aufwändigen Dioramen korrespondieren mit den Leitthemen des Museums: Wissenschaft und Technik. Das Spektrum reicht vom Flughafen über eine Autofabrik zur Polarforschung und von der Raumfahrt bis zur Archäologie. Darüber hinaus wird mit einer Playmobilhasen produzierenden Spritzgießmaschine der Herstellungsprozess der bunten Kunststofffiguren dargestellt. „Playmobil hat Technikgeschichte geschrieben, die wir mit dieser Ausstellung Kindern und Erwachsenen spielerisch nahebringen wollen“, sagt Projektleiter Ralph Burmester. Vor 45 Jahren traten die kleinen Plastikfiguren des mittelständischen Unternehmens Geobra Brandstätter aus Zirndorf in Franken ihren großen Siegeszug in die Kinderzimmer auf allen Kontinenten an. Seit 1974 sind mehr als drei Milliarden Playmobilfiguren gefertigt worden. Das Unternehmen produziert in Deutschland, Malta, Tschechien und beschäftigt weltweit 4600 Mitarbeiter. Die kleinen lächelnden Figuren mit unbegrenzt kombinierbarem Zubehör zeigen historische wie fantastische Szenarien, sie bilden den Alltag und dessen rasche Veränderung ab.

Ausstellungsmacher Oliver Schaffer besitzt nach eigenen Angaben mit mehr als 50 000 Figuren und über 500 000 Einzelteilen eine der größten Playmobilsammlungen der Welt. Er selbst war schon als Dreijähriger von dem Systemspielzeug fasziniert. Damals hatte er einen Raubtierwagen einer Zirkusreihe zu Weihnachten geschenkt bekommen. Später baute er immer wieder Zirkuswelten nach, die bis heute sein Lieblingsthema sind. „Playmobil ist absolut positiv besetzt und viel mehr als ein Spielzeug. Playmobil ist Lebensfreude und Inspiration“, sagt der 40-Jährige. Nicht nur, dass sich mit den Themenwelten komplizierte technische Vorgänge hervorragend darstellen lassen: Für ihn sei die Bonner Ausstellung ein Meilenstein.

(Dieses Video gehört zu einer Kooperation von GA und WDR.)

Unterstützt wird die Schau von „WISSENschaf(f)t SPASS“, dem Förderverein für Bildung und Innovation im Rheinland. Ein Begleitprogramm sorgt für Informationen für Jung und Alt. Witzige Suchgeschichten, die Playmobilfiguren mit Exponaten der Dauerausstellung verbinden, schicken Familien auf eine Entdeckungsreise durch das Museum. „Punkt, Punkt, Strich: Warum Playmobilfiguren keine Nase haben – und andere spannende Technikgeschichten“ ist der Titel einer einstündigen Führung für Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren. Ein Trickfilm-Workshop führt junge Filmemacher von acht bis vierzehn Jahren an die Stop-Motion Technik heran. Im selbst produzierten Clip werden Playmobilfiguren lebendig. Im Workshop „KunstStücke“ – Playmobil spezial!“ lernen Kinder von elf bis vierzehn Jahren die Chemie hinter der Vielfalt der Kunststoffe kennen.

Weitere Informationen: Ralph Burmester, Deutsches Museum Bonn, Tel. 0228/302252, E-Mail: info@deutsches-museum-bonn.de. www.deutsches-museum-bonn.de.