Schwimmbad in Dottendorf

Planungsausschuss beschließt Bäderneubau

Bonn. Die Koalition aus CDU, Grünen und FDP hat am Donnerstagabend im Planungsausschuss den Neubau eines Schwimmbades in Dottendorf nördlich des Heizkraftwerks Süd beschlossen. Ein Bürgerantrag, den Grundsatzbeschluss zurückzustellen, fand keine Mehrheit.

Die Ratsmehrheit folgte in den zentralen Punkten der Verwaltungsvorlage: Bis das Schwimmbad für Familien, Schulen und Sportler steht, wird das Frankenbad geöffnet bleiben. Angepeilt sind dafür vier Jahre. Das marode Kurfürstenbad ist in einem so schlechten Zustand, dass es bereits geschlossen werden musste. Dabei wird es bleiben. Nach dem Grundsatzbeschluss kann die Verwaltung nun auch den Bebauungsplan für das "Schwimmbad Wasserland" aufstellen. Das neue Bad soll von den Stadtwerken Bonn gebaut und betrieben werden. Die Opposition stimmte gegen die Vorlage.

Die Koalition legte einige Details fest, die die Zukunft des Frankenbad samt Vorplatz betreffen. Das Gelände soll in städtischem Eigentum bleiben, allerdings wäre auch eine Weitergabe per Erbpacht möglich. "Es ist erklärtes Ziel, das Baudenkmal Frankenbad soweit wie möglich zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen", heißt es in einem Änderungsantrag der Jamaika-Koalition. Vergeblich versucht Hildegard Kinzel, die mit Mitstreitern gerade einen Förderverein zum Erhalt des Frankenbads aufbaut, den Grundsatzbeschluss mit einem Bürgerantrag zu verhindern. "Wir brauchen eine öffentliche Beteiligung", sagte sie vor dem Gremium. Es ergebe keinen Sinn, wenn die erst nach einem Grundsatzbeschluss gefällt würde.