Post entschuldigt sich

Paket in Bonn kilometerweit entfernt deponiert

Arbeiten oft nur befristet: Ein Paketbote der Post schiebt eine Sackkarre mit Paketen über Straße.

Ein Paketbote der Deutschen Post DHL bringt Pakete und Päckchen.

Bonn. Ein Fehler im Zustellsystem der Deutschen Post DHL hat dazu geführt, dass ein Bonner aus der Südstadt sein Paket in Duisdorf abholen musste. Die Post hat sich entschuldigt.

Als sein Päckchen ankam, war Bernhard Nellen nicht zu Hause. Der Paketbote der Deutschen Post DHL nahm es wieder mit und hinterlegte es etwa fünf Kilometer entfernt in einem Schreibwarengeschäft. Ein Systemfehler, wie sich später herausstellte. Doch zunächst war es ein großes Ärgernis für den Bonner, der mit Öffentlichen Verkehrsmitteln seinem Päckchen nachfahren musste. Nellen wohnt in der Bonner Südstadt, abholen müsste er seine Sendung in Duisdorf. Darüber kann er nur den Kopf schütteln, zumal das gleiche kurze Zeit später erneut passierte. Als er bei der Post anrief, habe er eine für ihn sehr unbefriedigende Auskunft erhalten: „Man sagte mir, der Postbote habe eine Poststelle gewählt, die für alle gleichermaßen gut erreichbar sei.“ Diese Antwort löste bei Nellen absolutes Unverständnis aus.

Unternehmen entschuldigt sich

Erst auf Anfrage des General-Anzeigers stellte sich allerdings heraus, dass die Wahl der fünf Kilometer entfernten Stelle ein Fehler im System war. Wie ein Sprecher des Bonner Konzerns mitteilt, sei normalerweise in den Geräten der Boten, mit denen sie den Bescheid ausstellen, wo der Kunde sein Päckchen findet, die nächstgelegene Filiale hinterlegt. „Das ist immer eine Filiale, die auch fußläufig erreichbar ist“, so der Sprecher. Einen genauen Radius nannte er zwar nicht, aber im geschilderten Fall war es definitiv ein Fehler, für den sich das Unternehmen nur entschuldigen könne. Der Fehler sei mittlerweile auch behoben.

Der Postsprecher betont allerdings auch, dass nicht in jedem Fall die nächstgelegene Filiale angefahren werden kann. Gerade in Zeiten, wenn das Paketaufkommen besonders hoch sei. Dann könne es schon mal passieren, dass einige Poststellen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Das Paketaufkommen sei derzeit immer noch hoch. Die Situation habe sich zwar im Gegensatz zu Weihnachten wieder etwas entspannt, allerdings lösten jetzt viele ihre Gutscheine ein. Zudem verweist der Sprecher auf die Paketstationen, die Abhilfe schaffen könnten, wenn der Kunde wisse, dass er häufig bei Ankunft der Pakete nicht zu Hause sei. In Bonn gibt es rund 20 Packstationen.