Viktoria-Karree

Pächter vom „Blow up“ gibt auf

Im Mai dieses Jahres waren sie noch voller Hoffnung und kämpften für die Rettung des Blow-up: (v.l.) Barkeeperin Charli Tolmasci, Daniel Christel und Axel Bergfeld.

Im Mai dieses Jahres waren sie noch voller Hoffnung und kämpften für die Rettung des Blow-up: (v.l.) Barkeeperin Charli Tolmasci, Daniel Christel und Axel Bergfeld.

Bonn. Das „Blow up“ ist seit Montag geschlossen. Der Streit zwischen der Signa-Holding und der Initiative „Viva Viktoria“ sowie dem Pächter des Bonner Szenelokals, Oliver Helmerat, wird nicht mehr vor Gericht entschieden.

Axel Bergfeld, Sprecher von „Viva Viktoria“, erklärte am Mittwoch, die Signa-Holding habe mit dem Austausch der Türschlösser das „Blow up“ zur Aufgabe gezwungen. Das Lokal sei seit Montag geschlossen. Ursprünglich sollte am Donnerstag vor dem Bonner Landgericht über einen Räumungstitel von Signa gegen Helmerat entschieden werden.

Sein Lokal befindet sich in einem Signa-Gebäude an der Rathausgasse im Viktoria-Karree. Der Mietvertrag war bis 30. Juni befristet. Helmerat hatte sich indes geweigert auszuziehen und bei Gericht die Entfristung des Mietvertrags beantragt.

Zuvor hatte er mit „Viva Viktoria“ einen Untermietvertrag abgeschlossen. Helmerat hatte seinen Antrag damit begründet, dass mit dem Aus für die Signa-Pläne für ein Einkaufszentrum im Karree die Gründe für die Befristung des Mietvertrages weggefallen seien. Jetzt hat der Pächter laut Bergfeld die Klage zurückgezogen.