Sanierungsarbeiten

Ostflügel der Uni Bonn wird bis 2021 gesperrt

Der Blick auf das Koblenzer Tor und den danebenliegenden Ostflügel: Zuerst werden Dach und Fassaden erneuert, erst danach werden die Arbeiten im Innenraum fortgesetzt.

Der Blick auf das Koblenzer Tor und den danebenliegenden Ostflügel: Zuerst werden Dach und Fassaden erneuert, erst danach werden die Arbeiten im Innenraum fortgesetzt.

Bonn. Die Sanierungsarbeiten an dem Hauptgebäude der Uni Bonn gehen weiter: Ab jetzt wird der Ostflügel erneuert. Die Abteilung für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, die Ägyptologen und das Ägyptische Museum ziehen bis 2021 in ein Gebäude an der Brühler Straße.

Nicht immer lassen sich die Umstände eines Geburtstags bis ins kleinste Detail planen. Mit Blick auf das 200-jährige Bestehen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität im kommenden Jahr steht schon länger fest: In Teilen wird sich das Hauptgebäude der Alma Mater im Jubiläumsjahr (und in den Jahren danach) als zünftige Baustelle präsentieren. Grund sind dringende Instandsetzungsarbeiten an Dach und Fassade, die sich mehrere Jahre hinziehen werden. Am Donnerstag gab die Universität einen positiven Zwischenstand bekannt: Demnach liegen die aktuellen Arbeiten am Ostflügel im Zeitplan.

Wie berichtet, ist nach der Sanierung der vier Ecktürme nun das Hauptgebäude am Regina-Pacis-Weg an der Reihe: Seit dem Sommer ist der Ostflügel – also der zum Alten Zoll hin liegende Gebäudeteil – eingerüstet, weil dort zunächst Dach- und Fassadenarbeiten anstehen. Danach geht es an den weiteren Teilen des Hauptgebäudes Richtung Neutor weiter. Im Ostflügel untergebracht sind derzeit die Abteilung für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie sowie die Ägyptologen und das Ägyptische Museum. Wegen weiterer baulicher Mängel, die im laufenden Universitätsbetrieb nicht behoben werden könnten, haben sich die Universität und der nordrhein-westfälische Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) dazu entschlossen, im Bereich Regina-Pacis-Weg 7, eine Gesamtinstandsetzung durchzuführen.

„Nach derzeitigem Kenntnisstand kann der Gebäudeteil ab Mitte 2021 wieder genutzt werden“, bestätigt Frank Buch, Sprecher des BLB, seine erste Prognose aus dem Sommer. Und auch hinsichtlich der Kosten für das Gesamtprojekt geht der BLB unverändert von 13,6 Millionen Euro aus. Zu den zahlreichen Instandsetzungsarbeiten zählen unter anderem die Erneuerung der gesamten Elektro- und Wasserversorgung, der Lüftung und der Heizung sowie aller Bodenbeläge und abgehängten Decken.

Für diese Maßnahmen müssen die Räume leer sein. „Alles muss raus“, lautet somit in nächster Zeit das Motto für Archäologen und Ägyptologen. Sie werden sich für einige Zeit anstatt im kurfürstlichen Schloss in einem Gebäude an der Brühler Straße im Bonner Norden wiederfinden. Sobald der Ostflügel Mitte 2021 für ihre Rückkehr bereit ist, geht es mit der Instandsetzung der restlichen Bereiche des Hauptgebäudes weiter. „Zu den Terminen kann heute keine seriöse Aussage getroffen werden“, hieß es am Donnerstag. Es liegt jedoch nahe, dass sich die Arbeiten am Hauptgebäude noch einmal aufwendiger gestalten als am kleineren Ostflügel. Die Baustelle könnte der Bonner Uni also durchaus noch einige Jahre erhalten bleiben.