Zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung

Operngala in Bonn: Glamouröser Abend mit Oliver Welke

Am Samstag fand die sechste Bonner Operngala statt.

Am Samstag fand die sechste Bonner Operngala statt.

Bonn. Bei der sechsten Auflage in der Bonner Oper mit rund 1000 Gästen kommen nach bisherigem Stand rund 225.000 Euro zusammen. Der Reinerlös geht an die Deutsche Aids-Stiftung

Glamourös und rekordverdächtig: Das war die sechste Auflage der Operngala zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung am Samstagabend. Glamourös dank der hochkarätigen Interpreten, die alle auf ihre Gage verzichteten, eines herausragenden Beethoven Orchesters und der gut vertretenen Prominenz aus Politik und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Rekordverdächtig, weil der Erlös der Benefizveranstaltung den schon beachtlichen Betrag vom Vorjahr noch einmal übertraf: Rund 225 000 Euro kamen für die Stiftung zusammen.

Eine Gala mit viel Glanz

Es wehte ein Hauch von Berlinale über den Platz vor der Bonner Oper, wo die Initiatoren der Gala, Arndt und Helmut Andreas Hartwig, am Eingang die Gäste begrüßten. Auf dem roten, allerdings nur kurzen Teppich hießen sie das Publikum willkommen. Bei vielen Damen war große Abendgarderobe angesagt: Julia Feirer, Direktorin des GOP-Varieté,  in bezauberndem langen roten Abendkleid, wurde schnell zum Liebling der Fotografen, die mit ihren Kameras ebenfalls am Eingang auf Schnappschüsse warteten.

Kurz vor Beginn der Gala eilten Christian Lindner und seine Frau Dagmar Rosenfeld – ganz in schwarz, dafür ein bisschen bauchfrei – auf die Oper zu. Der FDP-Bundesvorsitzende war Schirmherr der Gala und traf später mit Oliver Welke, den die Hartwigs in diesem Jahr als ehrenamtlichen Moderator gewinnen konnten, auf der Bühne erstmals persönlich zusammen.

Fast 1000 Gäste zählte die Gala, die dem Anfang des Jahres verstorbenen ehemaligen Generalintendanten der Bonner Oper, Jean-Claude Riber, gewidmet war. Helmut Andreas Hartwig hatte einst für Riber als Beauftragter gearbeitet und freute sich sehr, dass Ribers Tochter Dominique, eine renommierte Künstler-Managerin, im Publikum saß.

Welke zeigte sich beeindruckt. „Wenn man beim Fernsehen arbeitet, ist es ungewohnt, mit Leuten zusammen zu sein, die etwas können“, flachste der „Heute-Show“- Moderator. Fast wie eine Liebeserklärung an Bonn klang es, als er im Interview mit Lindner verriet, dass er seit sechs Jahren in der Bundesstadt zu Hause sei. „Ich habe 14 Jahre in Berlin gewohnt. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dort zu leben, weil ich jetzt gewohnt bin, auf der Straße gegrüßt zu werden.“

Christian Lindner stellt Bedingung

Beinahe stahl Lindner dem Moderator die Show. Welke wollte gerade mit dem liberalen Shootingstar auf der Bühne vor aller Öffentlichkeit per Handschlag die Einladung in seine Sendung besiegeln, da machte Christian Lindner mit schelmischem Blick zur Bedingung: „Ich komme, wenn Sie den nächsten FDP-Bundesparteitag moderieren.“ Wann hat man Oliver Welke je so sprachlos gesehen? Doch schnell fing sich der Moderator und konterte: „Ach ja, ich hatte vergessen, bei der FDP muss man aufpassen und auf das Kleingedruckte achten.“

Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Aids-Stiftung, berichtete mit seiner Vorstandskollegin, der Professorin Elisabeth Pott, über die immer noch „höchst notwendige“ Arbeit der Stiftung. Es gebe keinen Anlass, wie manche überregionalen Medien behaupteten, Entwarnung zu geben, sagte Pott. „Wir hoffen, dass Sie hier im Saal Ihr Herz und Ihr Engagement für die Bekämpfung von Aids entdecken.“

Heide nannte unter anderem ein medizinisches Projekt der Stiftung in Afrika als großen Erfolg, bei dem sich bisher fast 1000 Neugeborene nicht an ihren mit dem HI-Virus infizierten Müttern ansteckten. Außerdem ist der Erlös des Abends unter anderem für die deutsche HIV-Impfstoffforschung, für Präventionsprojekte und für einen behindertengerechten Zugang zum Beratungszentrum der Aids-Initiative Bonn bestimmt. Artur Grzesiek, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Köln-Bonn und Kuratoriumsvorsitzender der Aids-Stiftung, erinnerte daran, dass die Sparkasse Köln-Bonn als einer der großen Sponsoren „Mithebamme“ der Gala gewesen sei.

Bonner Operngala mit viel Prominenz

Oberbürgermeister Ashok Sridharan und seine Frau Petra im nachtblauen, spitzenbesetzten Abendkleid gehörten am Samstagabend zu den ersten Gästen, die an der Oper ankamen. Auch der Moderator des Vorjahres, der Mediziner, Kabarettist und Fernsehstar Eckart von Hirschhausen, sowie seine Frau Ulla ließen sich die Gala nicht entgehen. Gekommen waren auch die Staatssekretäre Georg Schütte (Bildung) und Jens Spahn (Finanzen). Natürlich fehlten auch Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner und Malte Boecker vom Beethovenhaus nicht. Ebenfalls unter den Gästen: Uni-Rektor Michael Hoch, die CDU-Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel und der FDP-Vizefraktionschef im Landtag, Joachim Stamp.