Stadtteilbibliotheken in Bonn

Onlinepetition zum Erhalt der Büchereien

BONN. Die Förderer der Stadtteilbibliotheken Endenich, Dottendorf, Auerberg/Rheindorf und Beuel-Mitte haben, wie sie sagen, "die Nase voll" vom Taktieren von Stadtverwaltung und Politik.

Trotz 10 000 Unterschriften, Demos, Aktionen und Gesprächen mit Stadtvertretern und Fraktionen: "Die Verwaltung bleibt stur." Anfang der Woche haben die Fördervereine (FV) nun eine Onlinepetition zum Erhalt aller bedrohten Stadtteilbüchereien gestartet, die bis zur Haushaltssitzung des Rates läuft.

Das Motto lautet: "Kräfte bündeln und gemeinsam handeln". Hinzukomme der Beitritt zur Bürgerinitiative "Bonner Bürger wehren sich" (BBWS) von Gründer Rainer Wolff.

Die Initiatoren ärgern sich zum Beispiel auch über die Vertagung des Bürgerantrags zum Ortszentrum Dottendorf in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Bonn, "weil die Verwaltung angeblich in sechs Wochen nicht genügend Zeit hatte, den Antrag zu prüfen", sagt Lore Görgen vom Förderverein "kultimo". Das Thema komme deshalb nun nicht in die Haushaltsberatungen des Kulturausschusses.

"Die Stadtverwaltung versucht immer wieder, die kleinen Vereine gegeneinander auszuspielen, bei den Büchereien zum Beispiel Beuel-Ost gegen Beuel-Mitte oder Sportvereine gegen Büchereien. Darauf lassen wir uns aber auf keinen Fall ein. Wir wollen den Erhalt der Stadtteilbüchereien mit fairen, demokratischen Mitteln erreichen, nicht mit Hauruck- oder Klüngelstrategie", sagen Gabriele Hähner vom FV Endenich und Ulrike Blumenreich vom FV Rheindorf/Auerberg. bot

Geplant ist eine Demonstration vor der Kulturausschusssitzung am Donnerstag, 26. Februar, ab 17.30 Uhr im Stadthaus. Die Onlinepetition befindet sich auf change.org, Suchbegriff "Stadtteilbüchereien".