Nikolausschule in Kessenich

Nur die Hitze bremst den Spendenlauf

Abkühlung willkommen: Bei sommerlicher Hitze wird der Spendenlauf absolviert.

Abkühlung willkommen: Bei sommerlicher Hitze wird der Spendenlauf absolviert.

KESSENICH. Immer wieder ermahnen die Streckenposten die Kinder der Nikolausschule, nicht zu rennen, sondern zu gehen. Zu heiß ist es beim Spendenlauf. "Aber das bringt nichts, sie wollen so viele Runden wie möglich machen", sagte ein Vater. Stattdessen reichen die Helfer Getränke und sorgen für Abkühlung mit Wasser.

Im Zieleinlauf werden die Eimer im Akkord ausgetauscht, über jedem Kopf ein Schwamm ausgepresst. Wenige Meter weiter steht sogar ein Rasensprenger. Für jedes Mal, dass die 400 Meter an der Pützstraße durchlaufen werden, gibt es einen Stempel. Der wird mit dem verrechnet, was die Schüler von ihren Spendern pro Runde bekommen. Mal sind es zehn oder 50 Cent, manchmal sogar fünf Euro. "Mein Patenonkel hat mit mir einen Festpreis ausgehandelt, weil er nicht wusste, wie viel ich schaffe", sagte der achtjährige Jasper. Das eingenommene Geld soll in die Verschönerung des Schulhofs gesteckt werden: Die Kinder wünschen sich ein neues Klettergerüst. "Aber auch ein Anstrich für die graue, kasernenartige Fassade wäre möglich", erzählte Franz-Werner Krausgrill vom Förderverein der Schule. Die öffentliche Hand könne diese Projekte nicht finanzieren. Deshalb sei es wichtig, dass vieles in Eigenleistung gemacht werde. Als Motto hatte man sich "We have a dream - unser Schulhof soll schöner werden" ausgesucht. Eigene Wünsche konnten alle auf Postkarten schreiben und an Luftballons hängen, die dann steigen gelassen wurden.

In der vorausgegangenen Projektwoche hatten Schüler, Lehrer und Eltern schon vieles selbst gestaltet. "Ich habe die Mülleimer in unserem Raum bepinselt und beim Schachbrett auf dem Schulhof mitgemalt. Die Figuren dafür haben wir gebastelt", sagt Menes, der in die dritte Klasse geht. Zudem gibt es andere Spiele. Am Haupteingang wurde innerhalb von vier Tagen der bunte Schriftzug der Grundschule erstellt und aufgehängt, außerdem ein Blumenbeet angelegt. Die tristen Schutzgitter, die einen Kellereingang absichern, durchflochten die Kinder mit Stofftüchern.