Zwei tote Tiere

Nicht angeleinter Hund reißt Enten in Bonner Rheinaue

Eine Ente auf dem umgekippten Rheinauensee.

Am Rheinauensee wurden zwei Enten gerissen.

Bonn. Ein nicht angeleinter Hund hat Ende Februar zwei Enten am Rheinauensee in Bonn gerissen. Die Stadt nimmt deshalb die Halter von Hunden in die Pflicht.

Das Amt für Stadtgrün erinnert aus aktuellem Anlass daran, dass Hunde in der Rheinaue angeleint werden müssen. Ende Februar wurden zwei Enten am Rheinauensee von einem Hund gerissen, wie die Stadt in einer Mitteilung berichtet. Eine Bürgerin hatte am 28. Februar einen Gartenmeister des Amtes für Stadtgrün auf die toten Enten aufmerksam gemacht. Der Hundebesitzer konnte jedoch nicht ermittelt werden.

Sobald der Hundebesitzer bekannt ist, muss er nach Angaben der Stadt mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro rechnen. Das Bußgeld kann höher ausfallen, wenn zum Beispiel der Hundebesitzer schon vorher die Anleinpflicht verletzt hat.

Die Bonner Straßenordnung sieht vor, dass Hundehalter ihre Tiere unter anderen in den Grünanlagen und den U-Bahn-Bereichen an der Leine führen müssen. Ist der Jagdinstinkt beim Hund erst geweckt, sei er meist unempfänglich für Rufe und Pfiffe des Halters. Die Beute wird verletzt oder sogar getötet. Am Rheinauensee, wo Enten und Schwäne leben, ist es nach Angaben der Stadt daher besonders wichtig, Hunde stets an der Leine zu führen.

In der Rheinaue gibt es jedoch auch eine Freilauffläche. Hier können sich Hunde unangeleint austoben. Unter www.bonn.de/hundefreilaufflaechen werden alle Flächen auf dem Stadtplan angezeigt. Bei Kontrollen achtet der Stadtordnungsdienst auch auf die Anleinpflicht. Bei einem Verstoß kann ein Bußgeld von 25 Euro verhängt werden.