Reaktionen zur Bädersituation

Nicht alle Bonner Politiker begrüßen das Konzept

Kacheln mit dem Schriftzug "Bonner Bäder" im Frankenbad.

Kacheln mit dem Schriftzug "Bonner Bäder" im Frankenbad.

Bonn. Die Reaktionen in den Fraktionen zur Bonner Bädersituation reichen von Freude über Skepsis bis zu Enttäuschung.

Auf geteilte Meinungen stößt der Vorstoß der Stadtverwaltung für ein neues Bäderkonzept im Rathaus. Während die Jamaika-Koalition eher verhalten reagiert, ist die SPD freudig überrascht.

Klaus Peter Gilles (CDU), Hartmut Lohmeyer (Grüne), Werner Hümmrich (FDP): „Wir sehen es als unsere Aufgabe und Verantwortung an, die Fäden wieder aufzunehmen und eine Brücke zu bauen, die alle Interessengruppen und beide Lager verbindet. Deswegen wollen wir zur Lösung dieser Thematik einen breiten Bürgerbeteiligungsprozess auf den Weg bringen. (...) Gesetzt sind diejenigen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen, die für die kontinuierliche Gewährleistung des Schulschwimmens erforderlich sind. (...) Das gesamte Bäderangebot muss sich an dem finanziellen Rahmen orientieren, der derzeit im Haushalt bereitgestellt ist. “

Gabi Mayer (SPD): „Ich bin positiv überrascht vom Vorschlag des Oberbürgermeisters. Das SPD-Konzept der dezentralen Bäderlandschaft in Bonn hätte sich damit nach langem Kampf tatsächlich durchgesetzt.“

Michael Faber (Linksfraktion): „Der Vorschlag des OB ist enttäuschend. Die Vorlage bleibt in den Kernpunkten viel zu vage. Zugleich kann das zu erstellende Konzept den Erfordernissen gar nicht gerecht werden, da der finanzielle Rahmen viel zu eng gesteckt wird.“

Johannes Schott (BBB): „Ein Bad pro Stadtbezirk ist zu begrüßen. Das Bäderproblem muss aber zeitnah und nicht erst in zwei Jahren gelöst werden.“

Felix Kopinski (Sozialiberale): „Um Fehlplanungen zu verhindern, regen wir einen oder mehrere Ratsbürgerentscheide an.“

Hans-F. Rosendahl (AfB): „Wir begrüßen, dass die Verwaltung verstanden hat, dass die Bürgerinteressen maßgeblich für unsere Politik sein müssen.“