"Bonner Sieben"

Neues Quartier für 300 Bewohner

Interessante Durchblicke ergeben sich laut Wilfried Pilhatsch in den Innenhöfen, weil die Gebäude versetzt angeordnet wurden.

Interessante Durchblicke ergeben sich laut Wilfried Pilhatsch in den Innenhöfen, weil die Gebäude versetzt angeordnet wurden.

AUERBERG. Nach rund 15 Monaten Bauzeit ist An der Josefshöhe jetzt eines der größten Bonner Wohnungsbauprojekte fertig. "Bonner Sieben" nennt es sich, weil es sieben Häuser sind, die von Architekt Wilfried Pilhatsch scheinbar zufällig hier platziert wurden.

Durch diese Anordnung entstehen interessante Durchblicke zwischen den Gebäuden, die ganze Wohnanlage wirkt wie aus einem Guss und trotzdem individuell. Dies umso mehr als die abgerundeten Ecken der Gebäude die Massigkeit der Bebauung wegnehmen, erklärte Pilhatsch dem General-Anzeiger.

132 Mietwohnungen und ebenso viele Plätze in den beiden Tiefgaragen wurden hier von der Rhein-Haus GmbH geschaffen, die dieses Grundstück gegenüber den Sportplätzen schon seit 30 Jahren besitzt und die Wohnanlage jetzt an einen Hamburger Kapitalanleger verkauft hat. 300 Menschen sollen hier künftig wohnen.

Das Areal zwischen den vierstöckigen Stadtvillen ist autofrei, für Umzüge der Mieter, die seit Ende Mai langsam einziehen werden, gibt es aber eine befahrbare Straße, außerdem zwölf Besucherparkplätze an der Josefshöhe. Das Ziel, die Wohnungen von 48 bis 120 Quadratmetern als bezahlbaren Mietwohnraum in Bonn anzubieten, sehen die Initiatoren als erfüllt an.

Auch wenn aus den zunächst anvisierten Kaltmieten von neun bis zehn Euro pro Quadratmeter jetzt 11,80 Euro im Schnitt geworden sind und die Penthäuser mit Ausblick bei 13 Euro liegen. Dafür versprechen die Vermieter eine hochwertige Ausstattung mit Parkett und teilweise fertigen Küchen. Übrigens gibt es auch einen Spielplatz auf dem Areal.

Ursprünglich war auf dem Grundstück einmal ein Aldi-Discounter geplant gewesen. Das aber hatte die Stadt seinerzeit abgelehnt, weil es von der Josefshöhe keine Linksabbiegemöglichkeit auf das Grundstück gibt (von der Kölnstraße kommend). Dass nun dringend benötigte Wohnungen statt eines Discounter-Flachbaus entstanden sind, hält Pilhatsch angesichts des engen Bonner Wohnungsmarkts ohnehin für die bessere Lösung. Aber: "Bezahlbarer Wohnraum liegt in der Verdichtung", gibt er zu bedenken. An diesem Ort wurden 10.800 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen, auf einem Grundstück, das 10.000 Quadratmeter groß ist. Die Gesamtinvestition lag bei rund 30 Millionen Euro.

Infos auf www.bonner7.de