Stadtwerke stellen Konzept vor

Neues Hallenbad in Bonn kostet 60 Millionen

So soll das geplante Schwimmbad aussehen.

So soll das geplante Schwimmbad aussehen.

Bonn. Die Bonner Stadtwerke haben das Konzept für das neue Hallenbad vorgestellt. So ist der aktuelle Stand der Planungen.

Die Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) hat am Donnerstag dem Stadtrat erstmals Zahlen für das geplante Hallenbad in Dottendorf vorgelegt. Um das Wasserland-Bad nach dem Entwurf des Büros 4a Architekten zu errichten, müsste das Unternehmen demnach rund 60 Millionen Euro investieren. Nach SWB-Berechnungen ist der Neubau trotzdem wirtschaftlicher als die Sanierung von zwei alten Hallenbädern. Das künftige Wasserland-Betriebsdefizit wollen die Stadtwerke mit ihren Ausschüttungen an die Stadt Bonn verrechnen: Sie sollen um rund drei Millionen Euro jährlich reduziert werden.

Die reinen Baukosten liegen, wie bereits aus inoffiziellen Quellen verlautet war, bei rund 34 Millionen Euro. Dazu kommen aber beispielsweise noch rund zwei Millionen für Erschließung und Bodensanierung, ein Sicherheitszuschlag für Unvorhergesehenes von 5,6 Millionen und weitere 14,4 Millionen für Architekten, externe Fachplaner und vor allem für einen Generalunternehmer, den die Stadtwerke wahrscheinlich mit der Bauleitung beauftragen werden.

Betrieben würde das Wasserland von der Bad-GmbH unter dem Dach der SWB mit 32 Vollzeitstellen, wobei das Personal zum Teil aus städtischen Bädern übernommen werden könnte. Die Eintrittspreise wären etwas höher als in den anderen Bonner Bädern. Erwachsene sollen vier Euro für drei Stunden zahlen (ermäßigt 2,50) und 9,50 Euro für den ganzen Tag. Das Preisniveau liege unter dem vergleichbarer Bäder im Umland, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Weckenbrock. Mit niedrigeren Preisen als diesen funktioniere die bisherige Kalkulation aber nicht mehr.

Rat entscheidet über Umsetzung der Neubaupläne

„Wir haben alle Zahlen konservativ ermittelt und von externen Beratern prüfen lassen“, so Weckenbrock. Er sei überzeugt, dass das Wasserland als attraktiver Ort für Familien, Vereine und Schulschwimmen „die Bonner Bäderlandschaft für die nächsten 30 Jahre prägen“ könne. In die Wirtschaftlichkeitsberechnung fließen Steuereffekte ein: Die SWB will das Defizit mit Gewinnen aus anderen Bereichen verrechnen.

Bis Dezember lässt die Stadtverwaltung als Alternative die Sanierungskosten für das Kurfürsten- und das Frankenbad berechnen. Dann soll der Rat entscheiden, ob die Neubaupläne umgesetzt werden und die zwei alten Hallen endgültig aufgegeben werden. Das Wasserland soll ganzjährig betrieben werden. Die Stadtwerke kalkulieren deshalb mit 410.000 Besuchern im Jahr, während es in den alten Bädern nur 174.000 waren. „Wenn das Bad wie gewünscht 2020 fertig sein soll, brauchen wir 2017 den Beschluss“, erklärte Weckenbrock.