Neubau an Soenneckenstraße/Brühler Straße

Neues Bürohaus in Tannenbusch für 430 Arbeitsplätze

Tannenbusch. An der Ecke Soenneckenstraße/Brühler Straße in Tannenbusch entsteht ein bis zu viergeschossiges Bürohaus für rund 430 Beschäftigte. Der Neubau soll bereits Ende des Jahres bezugsfertig sein.

Ein neues Bürogebäude mit 430 Arbeitsplätzen entsteht an der Ecke Soenneckenstraße/Brühler Straße. Der Wiesbadener Projektentwickler Christian Deharde hat nach eigener Auskunft die Hälfte der insgesamt 6100 Quadratmeter großen Bürofläche über die Larbig & Mortag Immobilien GmbH bereits vermietet, unter anderem an einen Versicherer. Der Zeitplan ist angesichts der Tatsache, dass die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Gelände des Mambo-Lagerhauses im Endstadium sind und im Anschluss die Baugrundfestigung mit Bohrpfählen beginnen kann, ambitioniert an. „Ende des Jahres soll alles fertig sein“, erklärte Deharde auf Anfrage. Er setzt bei dem Projekt, das inklusive Grundstücksankauf eine Investition von rund 20 Millionen Euro umfasse, auf vorgefertigte Bauteile, Fenster und Nasszellen. Die Fertigung sei zu guten Teilen bereits abgeschlossen, vor Ort erfolge die Montage.

Die unterirdische Lagerhalle wird zu einer Tiefgarage für rund 30 Parkplätze umgebaut, oberirdisch entstehen 104 Stellplätze auf der Tiefgarage und im Innenbereich. Die Zufahrt erfolgt über die Soenneckenstraße, um den schmalen Weg Am Krähenhorst zu entlasten. Im Eckbereich zur Brühler Straße sind vier Geschosse geplant, entlang der Soenneckenstraße drei Geschosse mit einem zurückgebauten vierten Geschoss, um der gegenüberliegenden Bebauung gerecht zu werden.

Politischer Beschluss war nicht notwendig

Nach dem Bebauungsplan darf dort Gewerbe angesiedelt werden, wie aus einer Mitteilungsvorlage der Stadt an die Politik hervorgeht.

Da sich, so die Verwaltung, das Neubauprojekt innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche befinde, sei ein politischer Beschluss nicht notwendig gewesen. Einzige Ausnahme: ein Trafohäuschen am Weg Am Krähenhorst. Die Verwaltung hält den gewünschten Abbau der Nebenanlage für vertretbar und will eine entsprechende Baugenehmigung erteilen.

An der beschriebenen Ecke ist die Verkehrssituation zu den Hauptverkehrszeiten nicht ganz einfach, weil viele Autopendler aus dem Vorgebirge über Brühler Straße und Justus-von-Liebig-Straße fahren. Freitags kommen die Besucher der Moschee hinzu. Die Stadt will die Ampel am unteren Teil der Soenneckenstraße deshalb durch einen Kreisverkehr ersetzen. Die Umgestaltung des Knotens zu einem Kreisverkehr sei im Rahmen des Umbaus der Radpendlerroute von Bornheim nach Bonn vorgesehen, wie Stefanie Zießnitz aus dem Presseamt mitteilte. Gegebenenfalls werde ein Antrag für das Förderprogramm Kommunaler Klimaschutz NRW beantragt. Bei einer Förderzusage müsste das Projekt bis Ende 2022 realisiert werden.