Neuer Hotspot für Bonner Gründer?

Neuer Mieter für Signa-Ladenlokal im Viktoriakarree

Wenn die Signa ihre Pläne umsetzt, entsteht an dieser Ecke Rathausgasse/Stockenstraße der Eingang zur Mall.

Die Stockenstraße im Viktoriaviertel: Der Jungunternehmer Cedric Teichmann hat dort die Räume des ehemaligen "Schuhdorf" angemietet.

Bonn. In einem leer stehenden Ladenlokal im Viktoriakarree, das sich in einem der Gebäude des österreichischen Investors Signa befindet, tut sich etwas. Der Jungunternehmer Cedric Teichmann hat die Räume des ehemaligen "Schuhdorf" angemietet. Die Bonner Start-up-Szene könnte profitieren.

Es handelt sich um die Lokalität des einstigen "Schuhdorfs", in dem derzeit fleißig gearbeitet wird, um die Räume wieder auf Vordermann zu bringen.

Gemietet hat die Geschäftsräume mit insgesamt 250 Quadratemetern Nutzfläche der Bonner Jungunternehmer Cedric Teichmann (29) für eine Art Pop-up-Start-up-Konzept. Dort sollen Start-ups, junge Gründer und Interessierte, die Möglichkeit erhalten, sich zu treffen und auszutauschen, erklärte Teichmann. "Auch für kleinere Events oder Vorträge speziell für Start-up- und Gründerthemen ist die Location wunderbar geeignet", so der Unternehmer.

Der Mietvertrag mit Signa sei bis Mitte 2018 befristet. "Da ich in der Nähe wohne, habe ich ja die ganze Geschichte um das Viktoriakarree unmittelbar mitbekommen. Ich habe mich dann einfach an Signa gewandt und gefragt, ob wir die Räume zeitlich befristet mieten könnten", erzählt Teichmann. Er sei dann etwas überrascht über die spontane Zusage gewesen.

Signa, ein Unternehmen des österreichischen Karstadt-Investors René Benko, besitzt das Gros der Gebäude im Karree. Das Unternehmen wollte ursprünglich die städtischen Flächen samt dem seit 2010 geschlossenen Hallenbad im Viktoriakarree erwerben, um dort ein Einkaufszentrum zu errichten (der GA berichtete). Ein Bürgerbegehren stoppte indes diese Pläne. Derzeit läuft eine Bürgerwerkstatt, in der Ideen zur Entwicklung des Karrees gesammelt werden.

In dem Zusammenhang hat Signa zugesagt, die seit vergangenen Sommer geräumten Ladenlokale in den eigenen Gebäuden bis zur Umsetzung konkreter Planungen wieder befristet vermieten zu wollen. "Wir stehen in Verhandlungen mit weiteren Interessenten", sagte Signa-Sprecher Robert Leingruber am Donnerstag auf Nachfrage des General-Anzeigers. Unter anderem geht es dabei um das Lokal des einstigen Bäckerladens an der Ecke Rathausgasse/ Stockengasse sowie um den Szene-Nachtclub "Blow up", der im September nach lautstarken Protesten schließen musste.