Naujoks: Stadt prüft fristlose Kündigung

Bonn. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) wird dem Stadtrat am Dienstag noch keine Entscheidung im Fall Friedhelm Naujoks vorlegen. Der Bürger Bund Bonn (BBB) hatte in einem Antrag die fristlose Kündigung des ehemaligen Managers des Städtischen Gebäudemanagements gefordert.

Nimptsch hatte Naujoks bereits vor anderthalb Jahren im Zuge des WCCB-Skandals von seinem Chefposten entbunden, aber von einer Kündigung abgesehen. Jetzt bietet nach Auffassung des BBB, aber auch der schwarz-grünen Ratsmehrheit der jüngste Bericht des Rechnungsprüfungsamtes zu angeblichen Ungereimtheiten bei der Beschaffung von Legionellenanlagen durch das SGB erneut Anlass für eine Kündigung.

"Das prüft unser zuständiger Personaldezernent, Wolfgang Fuchs, mit Hilfe eines renommierten Fachanwaltes für Arbeitsrecht sehr sorgfältig", sagte Nimptsch dem GA auf Nachfrage. Ein Arbeitgeber könne nicht "mal so eben" eine fristlose Kündigung aussprechen. Die Kündigung müsse so weit es geht gerichtsfest sein. "Wenn eine fristlose Kündigung nicht trägt, kann das sehr unerfreulich für die Arbeitgeberseite ausgehen.

Dafür gibt es auch in Bonn einige prominente Beispiele", sagte der OB. Zum Vorwurf, er schone seinen Parteifreund, sagte Nimptsch: "Wer mich kennt, der weiß, ich handele immer ohne Ansehen der Person und ihres Engagements in einer Partei oder einer sonstigen Gruppierung. Wer die volle Härte der Arbeitgeberseite erfahren muss, der erfährt sie. Und bei wem das nicht möglich ist, der erfährt sie nur in dem Umfang, in dem das möglich ist."