Auszeichnung für Männerverbund aus Vilich-Müldorf

Närrischer Löwe 2018 geht an die Bottemelech's Jonge

Die Bottemelech's Jonge freuen sich über den Närrischen Löwen 2018.

Die Bottemelech's Jonge freuen sich über den Närrischen Löwen 2018.

Bonn. Mit dem Närrischen Löwen 2018 hat Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan die Gruppe "Bottemelech's Jonge" ausgezeichnet. Die Bilanz zur Session fällt positiiv aus.

Wenn im Karneval die Stimmungslage ganz langsam von Jubel in Traurigkeit kippt, dann ist Veilchendienstag angesagt – für Tollitäten der letzte Regentschaftstag im Ornat. An diesem Tag versammelt sich in Bonn die Karnevalsfamilie traditionell im Alten Rathaus, um Bilanz zu ziehen, Abschied zu nehmen sowie um das neue Sessionsmotto und den Preisträger des „Närrischen Löwens“ zu erfahren. Der Reihe nach:

Närrischer Löwe: Die Bottemelechs Jonge aus dem Beueler Ortsteil Vilich-Müldorf sind die Preisträger in der Session 2018. Die Sänger und Musiker verstehen sich als humoristischer Männerbund. In den 1960er- und 1970er-Jahren zog die Gruppe zum, Schwofen von Dorf zu Dorf. Später traf man sich regelmäßig zum Stammtisch. Und 1981 wurde aus einer Bierlaune im Karneval der heutige Verein gegründet.

Aus dieser Zeit ist noch ein Gründungsmitglied aktiv: Christian Friedrich. Er und weitere neun Bottemelechs Jonge erhielten am Dienstag aus den Händen von Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan den 26. Närrischen Löwen. Das erste Stofftier bekam 1993 Ute Groll alias Madame Motterboddem. Die „Boygroup“ aus Vilich-Müldorf spielte dann vor 200 Gästen ihre Nationalhymne „He am Bach“.

Sessionsmotto 2019: „Mir all sin Bönnsche“. Unter diesem Spruch werden sich alle Narren in der nächsten Karnevalssession versammeln.

Spruch der Session 2018: Er stammt aus einem Kindermund. Jason, Sohn von Prinz Dirk II. (Vögeli), hat seinen Vater vor Wochen gefragt: „Papa, hat diese Frau den Karneval erfunden?“ Damit war Marlies Stockhorst gemeint. Die Antwort ist klar: Nein! Ein „Nein, aber“ sei erlaubt: Man könnte es fast meinen. Marlies Stockhorst verkörpert wie kaum ein anderer den bönnschen Fastelovend.

Stimmen zur Session 2018: In der Beurteilung der Session 2018 gibt es eine große Übereinstimmung bei den Befragten. „Es war eine hervorragende Session mit vielen Höhepunkten. Der Sitzungs- und der Straßenkarneval sind in der Bevölkerung auf große Begeisterung gestoßen. Der Bonner Karneval hat unser Brauchtum bestens vertreten“, sagte Dieter Wittmann, Präsident des Regionalverbands Rhein-Sieg-Eifel.

Bonns Festausschusspräsidentin fasst sich knapp: „Die Session war atemberaubend in Sachen Schnelligkeit und Begeisterung.“ OB Sridharan kürte die Tollitäten des sogenannten Rathausprotokolls (Bonn, Bad Godesberg, Beuel und LiKüRa) zu „Botschaftern des Brauchtums“: „Ihr alle habt es auf bewundernswerte Art verstanden, die Menschen zu begeistern.“ Er dankte allen Ehrenamtlern für ihren Einsatz im Karneval und fand auch lobende Worte für Polizei und Sicherheitskräfte: „Der Straßenkarneval hat sich von seiner besten Seite präsentiert. Das liegt auch an der guten Vorbereitung.“