Alexander-Koenig-Gesellschaft

Mosel-Apollo-Falter entzückt die Jury

Bonn. Mehr als 170 Teilnehmer konnte der Fotowettbewerb der Alexander-Koenig-Gesellschaft in seinem dritten Jahr verzeichnen, rund 400 Bilder wurden eingereicht. Das Motto hieß dieses Mal „Kleine Lebewesen ganz groß – Insekten und Spinnen der Region“.

Ein Mosel-Apollo hat den Sieg gebracht. Friedlich auf einer Blume ruhend, die fein gemusterten Flügel mit den auffälligen roten Augen angelegt, hat sich der Falter von Harald Haberscheidt ablichten lassen. „Ich habe mich für verschiedene Fotos mit einem Stativ und viel Geduld auf die Lauer gelegt“, sagt der Riedener, der mit diesem Bild die Jury der Alexander-Koenig-Gesellschaft überzeugte und den Wettbewerb „Kleine Lebewesen ganz groß – Insekten und Spinnen der Region“ in der Kategorie über 18 Jahren für sich entschied.

Lukas Kraus hat den Mistkäfer in der Wahner Heide erwischt

„Ich fotografiere zwar schon lange, aber dies ist das erste Mal, dass ich meine Bilder ausstellen kann. Das ist schon etwas Besonderes“, kommentiert er den Sieg. Ähnlich sieht es der 16-jährige Lukas Kraus, der einen Mistkäfer in der Wahner Heide erwischte und damit bei den Jugendlichen gewann. „Es ist eine Ehre, derart ausgezeichnet zu werden“, sagt er und gibt sich zugleich selbstkritisch: „Ich finde mein Foto nicht schlecht, vor allem weil ich es mit einem 300-Millimeter-Teleobjektiv geschossen habe. Aber es könnte noch besser sein – und es gibt hier einige Bilder, die den Sieg ebenfalls verdient hätten.“

„Unser Vorstandsmitglied Richard Andreas Domschke hatte damals die Idee zu dieser Aktion, nachdem schon unser Malwettbewerb so hervorragend angenommen wurde“, erklärt Professor Wolfgang Böhme, Vizepräsident der AKG, während der Preisverleihung am Mittwoch im Museum Koenig. „Bisher können wir uns über steigende Teilnehmerzahlen freuen und sind einmal mehr begeistert von der Qualität der zahlreichen Einsendungen. Wir haben sogar Beiträge aus Passau erhalten.“

Die Motive sind technisch anspruchsvoll

60 Aufnahmen habe man ausgewählt und präsentiere sie nun in einer Ausstellung, die bis zum 19. Februar im Museumsbistro zu sehen sind. Darunter finden sich Aufnahmen von Grünader-Weißlingen und Dickkopffaltern, Mosaikjungfer-Libellen und Rüsselkäfern. Bei der Auswahl hat der GA-Fotograf Holger Arndt die Jury mit seiner technischen Expertise unterstützt. „Gerade diese Art der Fotografie ist anspruchsvoll, denn wenn man endlich ein Motiv gefunden hat und die Kamera zückt, ist das Tier schon wieder weg“, zitiert Domschke den Profi.

Gewinner erhalten eine Tierpatenschaft

Die Gewinner können sich über eine individuelle Führung durch das Museum Koenig mit Blick hinter die Kulissen freuen; die Zweitplatzierten (Frank Kietzer und Johanna Ritzinger) erhalten eine Tierpatenschaft im Wert von 200 Euro, die Drittplatzierten (Johannes Dambach und Lucas Zander) einen Besuch im Kölner Zoo. Alle Preisträger erhalten außerdem eine kostenlose Jahresmitgliedschaft in der AKG. „Wir hoffen, 2017 auf ebenso großes Interesse zu stoßen“, sagt Böhme. Dann lautet das Thema „Vögel in der Stadt“. Alle Informationen dazu unter www.zfmk.de/akg.