Ippendorf

Minimallösung für Vereinshaus geplant

Das Vereinshaus Ippendorf

Das Vereinshaus Ippendorf

Ippendorf. Die Bürger in Ippendorf haben es nicht leicht mit ihrem Vereinshaus im Hinterhof der Röttgener Straße 71-73. Für eine große Renovierung des Hauses, die 900.000 Euro kosten würde, ist bei der Stadt kein Geld da.

Jetzt scheint zumindest eine Minimallösung in Sicht, um das Haus wieder komplett nutzbar zu machen. Seit einem Wasserschaden sind die Hälfte der Räume nämlich nicht benutzbar. „Im Dezember wurde der nasse Boden rausgerissen, seit Januar gibt es aber einen Baustopp, weil die Sanierung der Stadt offenbar zu teuer ist“, erzählt Barbara vom Dorp, die Vorsitzende des Ortsausschusses.

Hilfe naht womöglich in Form der beiden großen Parteien vor Ort. Georg Goetz (CDU) und Gabriele Klingmüller (SPD) fordern in einem gemeinsamen Antrag von der Stadtverwaltung, sie solle eine Minimallösung für das Gebäude erarbeiten und es wieder instandsetzen.

Über den Antrag wird am kommenden Dienstag, 19. April, in der Bezirksvertretung Bonn beraten. Bis zur Vorlage einer Planung und der Klärung des weiteren Vorgehens in Sachen Vereinshaus solle die Nutzungssperre für die betroffenen Räume aufgehoben und der Wasserschaden behoben werden, sodass der Ortsausschuss die Räume wieder nutzen kann, so Goetz und Klingmüller.

Die Stadt bestätigte Aktivitäten im Vorfeld der Sitzung. Man werde die Kosten ermitteln und den politischen Gremien vorlegen, teilte das Presseamt dem GA mit. Allerdings darf nicht zu viel erwartet werden: Denn der größte Posten der Maßnahme wird die Brandschutzsanierung des Gebäudes sein. In diesem Zuge, so das Presseamt, werde natürlich auch der Wasserschaden behoben. „Die Umsetzung einer Minimallösung ist Teil der derzeitigen Prüfung“, erklärte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann.

In Ippendorf besteht ein großer Bedarf an Räumen für Vereine, Künstler und Musikgruppen. Der Ortsausschuss bestätigte, dass er immer wieder entsprechende Anfragen erhält. Ganz aktuell liegt wieder ein Belegungswunsch für das Vereinshaus vor, „es handelt sich um einen Nähkurs für junge Frauen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung“, berichtet Barbara vom Dorp.

Im Ort gibt es keine weiteren Lokalitäten, die wie das Vereinshaus genutzt werden könnten, sagen auch Goetz und Klingmüller, bleiben aber bei alledem Realisten. „Es ist unwahrscheinlich, dass das Gebäude in absehbarer Zeit komplett saniert wird“, meinen sie angesichts der hohen Kosten. Trotzdem müsse etwas passieren, denn: „Eine Nutzung unter den gegebenen Verhältnissen ist in jedem Fall dem Leerstand und dem weiteren Verfall vorzuziehen.“