Universität in Bonn

Michael Hoch hat das akademische Jahre eröffnet

Feierliche Eröffnung des akademischen Jahres: Das Rektorat zieht aus der Aula aus.

Feierliche Eröffnung des akademischen Jahres: Das Rektorat zieht aus der Aula aus.

Bonn. Alles ist gut; und alles wird anders: Bei der Eröffnung des akademischen Jahres der Universität Bonn hat Rektor Michael Hoch am Dienstag sowohl die zuletzt erzielten wissenschaftlichen Erfolge der Fakultäten als auch die anstehenden Herausforderungen hervorgehoben, mit denen sich die Hochschule in den kommenden Jahren beschäftigen muss.

„Wir befinden uns in einer Umbruchphase“, betonte er in der Aula im Hauptgebäude vor Dozenten und Studenten – nicht nur wegen des 2018 anstehenden Fests anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Universität, sondern auch wegen der strukturellen und auch baulichen Veränderungen, die unabdingbar sind. Bis zu einer Milliarde Euro würden in den nächsten ein bis zwei Dekaden für Sanierungsmaßnahmen benötigt, eine gewaltige finanzielle Last.

Andererseits gehört die Universität Bonn weiterhin zu den besten und beliebtesten Forschungszentren Deutschlands: Hoch verwies unter anderem auf die gleich zwei Leibniz-Preise an hiesige Wissenschaftler, die Verpflichtung der mit einer Humboldt-Professur ausgestatteten, weltweit renommierten Islamwissenschaftlerin Judith Pfeiffer sowie der Einrichtung von zwei weiteren Sonderforschungsbereichen (eine davon sogar in den sonst eher ausgesparten Geisteswissenschaften), einer Forschergruppe und einem Internationalen Graduiertenkolleg.

Pfeiffer sowie ihre Kollegen Professor Matthias Becher (Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Macht und Herrschaft“) und Professor Pierluigi Nicotera (Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen) gewährten zudem – dies nur eine der Neuerungen der Traditionsveranstaltung – in einem Podiumsgespräch mit Moderator und Uni-Pressesprecher Andreas Archut einen Einblick in ihre Fachbereiche.

„Ich freue mich, mit diesen Wissenschaftlern, dem Rektorat, den neuen und alten Dekanen und allen anderen Beteiligten aus Forschung und Lehre die Universität in die Zukunft zu führen“, sagte Hoch. Dazu zähle auch, alle Anstrengungen zu unternehmen, um bei beiden Förderlinien der neuen Exzellenzinitiative Erfolge zu zielen. Vor allem die langfristige Finanzierung als Exzellenzuniversität gilt als erklärtes Ziel.

Wie gut die Bonner Forschung allein in den Geisteswissenschaften aufgestellt ist, zeigte sich auch an den Verleihungen der Staats- und des DAAD-Preises an Nachwuchswissenschaftler. Hannah Aengenwoort, Katharina Kaesling, Claudia Jacobi, Judith Strunck, Juliane Thier und Luzia Katharina Ogureck wurden für ihre Masterarbeiten und Dissertationen geehrt, während der Nepalese Shree R. Pariyar für sein besonderes Engagement und seine Unterstützung ausländischer Studenten ausgezeichnet wurde.

Gleichzeitig gedachte die Bonner Hochschule der zahlreichen im vergangenen Jahr gestorbenen Universitätsangehörigen, zu denen auch Nobelpreisträger Reinhard Selten und Ehrensenator Walter Scheel gehörten. Auch das gehört zum Wandel und zum Umbruch. Es obliegt nun Michael Hoch, diesen zukunftsorientiert zu gestalten. Möglichst für und mit dem Nachwuchs, also den Studenten.