Veranstaltung in Bad Godesberg

Messe in der Redoute zeigt Hochzeitstrends

Nicole Hünten (li.) und Janine Wächter (re.) von der Konditorei Hünten waren mit ihren Hochzeitstorten in der Redoute vertreten.

Nicole Hünten (li.) und Janine Wächter (re.) von der Konditorei Hünten waren mit ihren Hochzeitstorten in der Redoute vertreten.

Bonn. Hochzeiten werden immer professioneller geplant. Die Messe in der Redoute hat einen Überblick gegeben, was alles möglich ist.

Heiraten will gelernt sein. Dieses Gefühl stellt sich ein wenig ein, wenn man sich mit der Thematik befasst. So vieles gibt es zu planen, zu bedenken, zu organisieren und natürlich auch zu kaufen. Und das am besten mit großem zeitlichen Vorlauf. Um zukünftigen Brautpaaren eine Plattform zu geben, Anbieter persönlich kennenzulernen und sich Ideen für die Planungen zu holen, lud Veranstalter Hans-Joachim Fandel Interessierte zum 24. Bonner Tag der Hochzeit in die Bad Godesberger Redoute ein.

Mit 29 Anbietern konnten die Besucher hier gemütlich durch die Räume schlendern und sich rund um Brautkleider, Anzüge, Trauringe, Hochzeits-Locations, Torten, DJs, Hochzeitsfotografie, besondere Gastgeschenke in Form von Karikaturen oder sogar weiße Tauben informieren. „Ich lege großen Wert darauf, dass die Anbieter aus der Region kommen. Es ist in meinen Augen Unsinn, beispielsweise Anbieter aus Hamburg einzuladen, wie es bei größeren Messen manchmal der Fall ist“, sagte Fandel. „Ich versuche, einen guten Branchen-Mix hinzubekommen, um den Brautpaaren möglichst viel anbieten zu können.“

Auch die Kirchen präsentieren sich

Seit dem ersten Bonner Tag der Hochzeit sind auch die katholische und evangelische Kirche mit einem Stand vertreten, denn so säkularisiert das Thema inzwischen sein mag, so sehr wünschen sich Paare wieder verstärkt den Segen Gottes – in welcher Form auch immer. „Ich bedaure es sehr, dass das Standesamt Bonn keinen Stand mehr bei uns macht. Früher war dem so, was ich auch sehr sinnvoll fand, damit Paare sich hier an Ort und Stelle zum Prozedere erkundigen konnten“, ergänzte Fandel.

Brautkleider gab es einige zu sehen, doch auch die Frage, was er am Tag der Tage trägt, wird offensichtlich immer wichtiger: Hier waren einige Herrenausstatter vertreten und boten auch edle Anzüge oder gar Maßanzüge. Ausführlich konnte man sich bei den ausstellenden Goldschmieden und Juwelieren nach Trauringen umschauen. Der schlichte Goldring scheint hier inzwischen ein Auslaufmodell zu sein, zu reizvoll sind die aufwändigeren Alternativen mit modernen Formen, anderen Metallen oder auch Edelsteinen. Seit einigen Jahren kommt es zunehmend in Mode, diese sogar selbst zu machen.

Hochzeiten trotzen dem Online-Handel

Laut Veranstalter Fandel tangiert der zunehmende Onlinehandel die Hochzeitsbranche nur bedingt: „Natürlich macht sich auch hier das zunehmende Onlineshoppen bemerkbar, doch letzten Endes gibt es wohl kaum ein persönlicheres Fest als die Hochzeit. Wenn ein Brautpaar einen Fotografen engagiert, der es den ganzen Tag begleitet, will man auch sicher sein, dass die Chemie stimmt. Insofern bleibt die Hochzeitsplanung eine sehr persönliche Angelegenheit.“

Beim Kennenlernen spielt das Internet jedoch zunehmend eine Rolle. Kristin und Thomas haben sich über Parship kennengelernt – jeweils nach gescheiterten Ehen oder Beziehungen. Ihre Hochzeit soll offen werden, eher nicht klassisch, sondern Richtung Vintage. Stefanie und Thomas sind gerade frisch verlobt und besuchen den Tag der Hochzeit, um Anregungen zu sammeln. Obwohl sie noch einen Großteil ihres Freundeskreises in Gießen haben, wollen sie doch in ihrer neuen Heimat Bonn heiraten. Die Gelegenheit zur Inspiration wurde an diesem Tag von zahlreichen Paaren – jung und schon etwas älter, vor der ersten oder auch der zweiten Hochzeit gerne wahrgenommen.