Crowdfunding-Aktion

Memoryspiel mit Bonner Motiven

Marco dos Santos Pina (rechts) und sein Partner Sascha Maynert.

Marco dos Santos Pina (rechts) und sein Partner Sascha Maynert.

Bonn. Zwei Bonner haben ein Memoryspiel erfunden. Das Besondere daran sind die Motive: Sie reichen von Beethoven bis zur Kirschblüte.

Beethoven, Bonngasse, Bröckemännche: Drei von 28 Motiven, die das Bonn-Memo in doppelter Ausführung zeigt. Bunt leuchten auch Kirschblüten, das Münster oder Moby Dick von den 6,5 mal 6,5 Zentimeter großen Pappkarten, die Marco dos Santos Pina entworfen hat. „Wenn man Grafikdesigner und Vater ist, liegt der Gedanke nahe, ein Spiel zu machen“, erklärt der 43-jährige.

Tatsächlich hat Santos Pina sich bereits öfter als Spieleerfinder betätigt. Bisher durften aber nur seine eigenen Kinder in den Genuss kommen. Ein Spiel auch zu vermarkten, diesen Einfall hatte er erst mit seinem Geschäftspartner Sascha Maynert. Schon lange wollten der Künstler und der Onlinemarketing-Experte ein Projekt zusammen realisieren, die zündende Idee fehlte ihnen aber noch. Lokal sollte das Produkt sein, das stand früh fest. Und da es auf dem Streifzug im alteingesessenen Spielzeughandel noch kein Memoryspiel mit Bonn-Motiven gab, war der Entschluss der beiden klar.

Viel Kreativität und Zeit

Seitdem ist viel Kreativität und Zeit in das Memory geflossen. Marcos dos Santos Pina hat die Motive mit Hingabe zum Detail studiert, fotografiert und gezeichnet, Sascha Maynert sich um die mögliche Vermarktung gekümmert. Mit ihren Kindern haben sie zahlreiche Testrunden gespielt und direkt positive Effekte bemerkt: „Die Kinder nehmen ihre Umwelt ganz anders wahr“, meint Maynert.

Und auch er selbst habe noch jede Menge über die Stadt lernen können, in der er seit über 15 Jahren lebt. Die Geschichte des Römerkrans habe er zum Beispiel noch gar nicht gekannt. Wer ebenfalls noch Nachhilfe zur Stadtgeschichte braucht, muss beim Spielen künftig aber keine Lexika wälzen oder das Internet bemühen: Ein praktisches Begleitheft erklärt alle Motive.

Jetzt fehlt den beiden nur noch das nötige Geld, um ihr Spiel in die Läden zu bringen. Per Crowdfunding sollen in der ersten Finanzierungsphase mindestens 10.000 Euro zusammenkommen. Das Spiel soll in einer gemeinnützigen Werkstatt in der Region umweltfreundlich produziert werden. Innerhalb der ersten Woche hat die Sammelkampagne bereits über 3600 Euro eingebracht. Sie seien „absolut zuversichtlich“, dass die Kampagne gelingt. Wer investiert, kann sich gleich seine Ausgabe des Bonn-Memos sichern.

Mehr Infos auf www.startnext.com/bonn-memo