Baufortschritte am Kaufhaus

Maximilian-Center soll bis Ende des Jahres stehen

Blick von oben: Die webcam des Investors zeigt, dass ein erstes Stück der Decke schon fertig ist (rechts).

Blick von oben: Die webcam des Investors zeigt, dass ein erstes Stück der Decke schon fertig ist (rechts).

Bonn. Die Baustelle des Maximilian-Centers am Bonner Loch schreitet voran. Ab Dienstag ist auch der Verkehr in der Bonner Innenstadt betroffen. Ein Teil der Maximilianstraße wird für den Verkehr gesperrt.

Die Baufortschritte am Hauptbahnhof bleiben aufgrund des umschließenden Bauzauns selbst regelmäßigen Innenstadt-Besuchern weitgehend verborgen. Wo im vergangenen Jahr noch die Südüberbauung gestanden hat und bis Ostern kommenden Jahres das Maximilian-Center entstehen wird, haben die Bauarbeiter mittlerweile begonnen, die erste Decke einzuziehen. Der Investor Ten Brinke hat eine Webcam an der Hausfassade Maximilianstraße direkt gegenüber der Grube installieren lassen. Sie gestattet einen Blick von oben.

Auf dem schon gedeckten Teil vis-à-vis dem Haupteingang zum Bahnhof ist laut Bauleiter Christian van de Loo das Treppenhaus geplant. Durch das freigelassene Loch können Kunden nach der Fertigstellung mit der Rolltreppe fahren. Van de Loo geht nach jetzigem Stand davon aus, „dass die gesamte Decke des ersten Untergeschosses bis Ende Februar weitgehend geschlossen ist“. Zurzeit arbeiteten etwa 25 bis 30 Menschen auf der Baustelle – Abbruch- und Rohbauunternehmen werken parallel, so der Bauleiter. Bis Ende des Jahres soll das Kaufhaus stehen. Anschließend folgt der detaillierte Innenausbau.

Dauer der Cityring-Sperrung steht nicht fest

Ab diesem Dienstag wirkt sich die Baustelle auch auf den städtischen Verkehr aus. Wie berichtet, sperrt die Stadt ein Teilstück der Maximilianstraße für den Autoverkehr ab. Damit ist der Cityring an dieser Stelle unterbrochen. Der Individualverkehr, der über die Wesselstraße bisher rechts zum Hauptbahnhof abbiegen und über die Rabinstraße weiter gen Norden fahren konnte, wird links herum über die Maximilianstraße abgeleitet. Von dort kommen Pkw-Fahrer in die Kaiserstraße oder über Kaiserplatz und Hofgarten zur B 9. Auf Anfrage teilte Tiefbauamtsleiter Peter Esch mit, dass die Sperrung nicht für morgens geplant sei, „sondern im Laufe des Tages“. Auf eine konkrete Zeitangabe wollte er sich mit Blick auf den komplexen Eingriff in den Verkehr auf dem Cityring nicht festlegen: Die Sperrung geht einher mit der Einführung eines Linksabbiegers am Bertha-von-Suttner-Platz für Autos, die aus südlicher Richtung über die B 9 kommen. Zugleich dürfen Anlieger, Anlieferer, Taxen, Baustellenfahrzeuge und Radler ab dem Verteilerkreis am alten Friedhof von Norden über die Rabinstraße fahren.

Die Stadt hat die Sperrung erst für Dienstag anberaumt, weil sie die Autofahrer nicht schon am ersten Tag nach den Weihnachtsferien mit neuen Wegeführungen strapazieren wollte. Der Eingriff in den Straßenverkehr erfolgt planmäßig über einen Zeitraum von drei Monaten. „Wenn das Wetter mitspielt, kommen wir mit dieser Zeit hin“, erklärte van de Loo. Er dient der Stadt zugleich als Testphase für den besagten Linksabbieger. Die Verwaltung denkt darüber nach, den Cityring irgendwann dauerhaft für den Autoverkehr zu unterbrechen, um den Verkehr auf den Straßen Rathausgasse und Am Hof zu beruhigen. Der Verein City-Marketing, über den viele Einzelhändler zusammengeschlossen sind, hält nichts von diesen Plänen.

Das Maximilian Center soll vier Stockwerke hoch werden und eine Natursteinfassade bekommen. Auch die Passage zum Hauptbahnhof soll umgebaut werden.

Das Maximilian Center soll vier Stockwerke hoch werden und eine Natursteinfassade bekommen. Auch die Passage zum Hauptbahnhof soll umgebaut werden.

Van de Loo erklärte gegenüber dem General-Anzeiger, warum die Sperrung aus Sicht des Investors unumgänglich sei. Sie diene in erster Linie dem Einbringen von langen Bohrpfählen, die teilweise bis zu 28 Meter in die Erde getrieben werden. „Sie sind notwendig, um die Gebäude der Volksbank und des Biomarkts zu schützen.“ Da die Bebauung an dieser Stelle eng sei, „können wir nicht mit einer schrägen Böschung arbeiten“, so van de Loo.

Öffentlich einsehbar sind die Baufortschritte auf der Internetseite www.tenbrinke.com.