Endenich

Martinsmarkt mit Handarbeit und Trüffeln

Martin (r.) und Stephanie Hintz (2.v.r.), versuchen ihr Glück beim Walnuss-Knackstand der Trini-Kids bei Miriam Braun (l.). Tamara schaut gespannt, ob die beiden etwas in den Nüssen finden.

Martin (r.) und Stephanie Hintz (2.v.r.), versuchen ihr Glück beim Walnuss-Knackstand der Trini-Kids bei Miriam Braun (l.). Tamara schaut gespannt, ob die beiden etwas in den Nüssen finden.

ENDENICH. Die Aktion hatte es Martin angetan: Der Zehnjährige knackte am Stand der "Trini Kids", dem Förderverein des Trinitatis-Kindergartens, eine Walnuss nach der anderen. In einigen waren Losnummern versteckt, die er bei der Tombola einlösen konnte. Das Fahrrad, das es auch bei diesem Endenicher Martinsmarkt als Hauptgewinn gab, blieb ihm aber verwehrt.

Es waren ideale Bedingungen für die Veranstaltung: Herbstlich frisch, aber sonnig, da kamen die Leute am Wochenende gerne auf die Endenicher Straße, um sich mit den ersten Weihnachtsgeschenken einzudecken. Bei rund 60 Ausstellern konnte man Kräuter, Tee, Met, Senf, Weihnachtsdekoration, Schraubenfiguren, Handarbeit, afrikanische Figuren, Schmuck, Lederwaren oder selbst hergestellte Seife kaufen. Neben ortsansässigen Händlern waren auch Verkäufer von außerhalb dabei.

"Wir versuchen, eine gute Mischung hinzukriegen", sagte Maren Orlovius von der "Einzelstück"-Kreativ-Werkstatt, die den dritten Martinsmarkt mit Martina Werner von der Tabakbörse und Birgit Kieffer von der Delikatessen-Manufaktur organisiert hatte. Dafür suche man auch immer neue Leute mit guten Ideen. Zu diesen Leuten gehört Björn Bartels mit seinen selbst hergestellten Trüffelpralinen. Er hat in Köln eine Produktionsstätte und verkauft die Leckereien auf Märkten und im Internet:"Das mache ich nebenberuflich seit 2010 und hauptberuflich seit zwei Monaten. Besonders beliebt sind Zwetschge-Zimt, weil sie vegan und laktosefrei sind, und der Klassiker Marc de Champagne." Auch Constanze Schnitter war zum ersten Mal beim Martinsmarkt: Sie leitet in Alfter-Gielgen die Genuss-Schule und hatte ein Sortiment mitgebracht, darunter Walnuss- und Kürbiskernöl. "Ich will für gute Qualität ein Bewusstsein schaffen", sagte sie. Sie kenne die Hersteller aller Produkte persönlich.

Nachmittags traten der Männergesangverein Sangesfreunde, Schüler der Matthias-Claudius-Schule und der Kinderchor der Kita Hainstraße auf, daneben beschallten mehrere Bands die Endenicher Straße. Am Samstag unterhielt Zauberer Ludgerus das Publikum, und am Sonntag nahm Erzählerin Marita Schievink Klein und Groß mit auf eine Reise in die Märchenwelt. Außerdem durfte der Namensgeber des Marktes nicht fehlen: Der Sankt Martin hatte einen weiten Weg hinter sich, denn er kam gerade aus Sankt Augustin.